Mezze sind die neuen Tapas!

Mezze sind die neuen Tapas – und nicht nur mindestens genauso köstlich, sondern auch einfach zuzubereiten. Die Ursprünge der Rezepte liegen in der israelischen, syrischen und libanesischen Küche – Verweigerer starker Gewürze wie Knoblauch oder Kümmel werden sich relativ schwer tun. Für alle anderen gilt: Feuer frei für frischen und prägnanten Gaumen-Input! 

Für die eine oder andere Zutat muss man sicherlich noch einmal extra einkaufen gehen, wenn man nicht gerade über eine
orientalisch ausgestattete Küche verfügt. Dazu gehören Gewürzmischungen, falls man sie nicht selbst herstellen möchte oder Spirenzchen wie Orangenblüten- oder Rosenwasser. Da aber insbesondere viele Gewürze  immer wieder verwendet werden, lohnt sich die Anschaffung. Der nette Türke um die Ecke konnte mir auch mit etwas Beratung beistehen und teuer waren die Anschaffungen auch nicht (unter 15 Euro).

Im Übrigen sind gerade Mezze und damit dieses Buch sehr gut für Vegetarier geeignet, denn die meisten Rezepte kommen mit viel Gemüse aus und beinhalten eher selten mit Fisch oder Fleisch. Für die Zubereitung empfiehlt es sich, die Rezepte schon am Tag davor bis ans Ende durchzulesen – manche Teigwaren benötiugen eine Gehzeit von mehreren Stunden. Die kann man theoretisch abkürzen, beeinträchtigt damit aber die Qualität des Teigs. Übrigens einer der Gründe, warum viele Menschen Brotwaren nicht mehr so gut vertragen – “damals” wie heute brauchen viele Brotteige bis zu 24 Stunden Ruhezeit,in der Enzyme aufgespalten werden. Das eine oder andere Rezept stellt quasi Slow Food dar und sollte auch so umgesetzt werden.

Links – die Tahin-Joghurt-Sauce (die auch super als Salatdressing funktioniert, die Blüten sind nur fürs Foto mit drauf ^^) mit gebackenen Süßkartoffeln und rechts hinten der Avocado-Joghurt-Dip mit Pizzabrot Manakish.

Dadurch, dass man bei Mezze kein ganzes Menü kochen muss, macht das Ausprobieren und nachmachen extrem viel Spaß und braucht meistens nicht viel Zeit! Okay, wenn mehrere Menschen zum Essen kommen, wird es in ganz wunderbares Küchenchaos ausarten, weil man sehr viel ziemlich gleichzeitig zubereiten wird. Aber auch das macht Spaß und mit etwas Glück bleibt ein Gast länger, um beim aufräumen zu helfen. Die Wohnung jedenfalls duftet hinterher auch ganz vorzüglich (nicht dramatisch, sondern vorzüglich).

Eine magische Mischung aus griechischem Joghurt, Avocado, Pistazien, frischem Schnittlauch und Co. #loveit

Das Kochbuch ist nicht in gängige Kapitel wie „Frühstück“ unterschieden, sondern nach Art der Mezze. Sehr empfehlenswert: das Falaffelbuffet. So viele Möglichkeiten für eine kleine Erbsenart – fantastisch!

Für jeden geeignet, der

  • einfach mal wieder was Neues ausprobieren möchte
  • Fingerfood mag
  • mit Freunden gerne auftischt (Biergartenfreundlich sind auch viele Rezepte)
  • auf der Suche nach Party-Rezepten ist.

Also nach Definiton geschätzt 90% der partyfreundlichen Studenten-User von academicworld 😉

Bettina Riedel (academicworld.net)

LEVANTE – Gemeinsam orientalisch genießen.
EMF Verlag. 22 Euro.

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