Morde, Liebe und die Swinging 60s

Obacht, hier geht es um Staffel 2. Die Besprechung zu Staffel 1 findest du hier.

Während in den Straßen von Melbourne der 1960er-Jahre immer wieder Verbrechen stattfinden und ihre Beziehung zu Detective James Steed (Joel Jackson) ernster zu werden scheint, steht unsere quirlige Detektivin Peregrine Fisher (Geraldine Hakewill) vor einer ihrer kniffligsten Herausforderung: die Liebe, ihre Karriere und das Leben einer Abenteurerin unter einen Hut zu bekommen. Nachdem in der ersten Staffel Morde in Kaufhäusern, Fernsehstudios, Kochschulen und Geheimlabors aufgeklärt wurden, geht es in den neuen Fällen um sexuelle Befreiung, Flugbegleiter, familiäre Vorurteile, Hundeausstellungen, Teenager-Bandenkriege, Bowlingbahnen, Brieftauben und einen Mord auf einer Silvesterparty.

Ein buntes Jahrzehnt

Das Schöne an dieser Zeit und Kriminalfällen ist, dass man Beweisen wie Fotos glauben kann – das macht das Storytelling umso wichtiger und legt den Fokus auf die Rätsel. Nicht irgendwelchen Täuschungen, die überraschend auftreten und Zuschauer von der Handlung außen vor lassen. Insofern kann man bei Miss Fisher auch in dieser Staffel ganz wunderbar mitraten. Die Hinweise sind einigermaßen simpel, die Beweisführung natürlich niemals nach modernen Maßstäben gerichtlich verwertbar.

Hier geht es ums Rätseln, um die tollen Outfits der 60er, die kleine Romanze zwischen Peregrine und ihrem Detective. Im Hintergrund geht es auch mal um die Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs, im Vordergrund auch mal um Feminismus oder eine klare Kante gegen Gewalt gegen Frauen. Peregrine ist ein Kind ihrer Zeit und durch die Erbschaft ihrer Tante finanziell unabhängig.

Sie hat den Luxus, Konventionen in Frage zu stellen, muss sich nicht verheiraten, um im Leben einen Schritt weiter zu gehen. Sie genießt das städtische Leben und schwelgt in der Gesellschaft ihrer ebenso modern denkenden Freund:innen. Es gibt für sie keinen Grund, sich den Ansprüchen anderer unterzuordnen und geht das Leben, wie sie es sich wünscht. Dass es da manchmal zu Schwierigkeiten kommt, weil beispielsweise ihr lieber Detective etwas konservativer auftritt/denkt, ist vorprogrammiert.

Das Fazit

Kunterburnt, spaßig, voller Energie, charmant, emotional mitnehmend, nicht belastend, lockere Unterhaltung. Eine wunderschöne Unterhaltung!

MISS FISHERS neue mysteriöse Mordfälle, Staffel 2

Ab November im Vertrieb der polyband GmbH im gängigen Formaten für das Heimkino erhältlich.

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