S.H.I.E.L.D.-Agenten im Universum

Hier geht es um Staffel 5! Besprechungen zu den Staffeln 4, 3, 2 und 1 gibt es unter den jeweiligen Links.

Gemma gerät in die direkten Fänge der Kree-Führung auf dem mysteriösen Raumschiff.

Das Team sitzt nach der Flucht aus der künstlichen Umgebung aus Staffel 4 gemütlich bei Kaffee und Kuchen in einem Diner, als das Licht ausfällt, bewaffnete Männer in schwarz auflaufen und ein Mann mit Glatze das Team entführt – bis auf Fitz. Sie erwachen auf einem Raumschiff irgendwo im All und müssen mit Erschrecken feststellen, dass hier zwar Menschen leben, aber unter maximal unwürdigen Umständen – und vor allem unter der Herrschaft einiger Kree. Das Raumschiff stellt sich als Arche heraus, die die letzten Menschen überhaupt beherbergt und der Gesteinsbrocken, der vor den Fenster herumfliegt ist ein Überrest der einstigen Erde. Das Team wurde von dem Glatzköpfigen in die Zukunft geschickt, um eine Prophezeiung zu erfüllen und die Welt samt Menschheit zu retten …

Neue Menschen, neue Handlung, wenig Fettnäpfchen.

Der Eindruck

Die vorherigen Staffeln wirkten etwas müde, daher sind die Ansprüche an Staffel 5 geprägt von der Hoffnung auf etwas Neues, frischen Input, eine noch nicht erzählte Geschichte. Fettnäpfchen 1 wird von Anfang an vermieden – endlich geht es wieder einmal um etwas anderes als HYDRA, Korruption und Verrat. Stattdessen wird ein völlig neues Spielfeld eröffnet, als hätten die Macher begriffen, dass sie in ihrem Genre so ziemlich alle Freiheiten haben, um Spiel, Spaß und Spannung in das Cinematic Universe zu bringen.

© 2020 Marvel & ABC Studios

Das heißt nicht, dass sich alles verändert oder umgestülpt wird. Durch die bekannten Charaktere sind bestimmte Handlungsabfolgen vorgegeben, das ständige sich gegenseitig retten müssen etwa oder dass Mac unbedingt seine Shotgun-Axt braucht. Ein Teil ist kultig, der andere macht es unmöglich, mehr als 4 Folgen am Tag zu kucken. Ist natürlich nicht weiter schlimm, aber Agents of S.H.I.E.L.D. kann man eben nicht wirklich suchten.

Eine neue Umgebung bedingt auch neue Charaktere, die durch ihre Gegensätzlichkeit wieder etwas mehr Funk und Spunk in die Geschichte bringen. Fettnäpfchen 2 wird dabei ebenfalls direkt vermieden, denn nur, weil ein halbwegs attraktiver Mann sich an das Team ranheftet, heißt es noch lange nicht, dass er sofort zum Love Interest für Daisy wird. Yay!

Zeitgleich erheben sich innerhalb der Serie kritische Stimmen gegen sich selbst, was der Serie extrem gut tut. Nach so vielen Ereignissen, Morden, Verhandlungen, Kämpfen und Co kann selbst ein Superheld einfach nicht mehr astrein gut sein und eine blütenreine Weste tragen. Das gibt den Folgen mehr Tiefe, doch was fehlt, ist die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen oder politischen Themen. Hier hat Marvel bereits gezeigt, dass sie das besser können, ohne die Moralkeule zu schwingen.

Mitte der Serie jedoch zieht das Absurditätslevel etwas an, wenn Attentäterinnen immer jünger werden, seltsamere Waffen schwingen und sich Prophezeiungen stückweise erfüllen. Es gibt viele Fragen, die zunächst offen bleiben. Für die einen Zuschauer bietet das Spannung, anderen nicht – dieser Part ist absolut subjektiv.

Fazit: Deutlich besser als Staffel 3 und 4, eine tolle Unterhaltung für Fans, ein wenig back to the roots meets die Vielfalt eines Universums. Endlich wieder Spaß mit Daisy und Co 🙂

Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D., Staffel 5
22 Episoden

Seit dem 2. Juli im Vertrieb von Marvel fürs Heimkino digital und analog verfügbar.

 

Share.