4 Klassiker im modernen Gewand

Ein signifikanter Hut, ein paar flotte Sprüche und aktionsgeladene Archäologie – so kennen wir Indiana Jones. Wobei die aktuellen Studierendengeneration hier fast schon wieder eine Ausnahme sein könnte: Müssen wir euch die vier Filme über den und mit dem Archäologen und Prof Indiana Jones als Klassiker vorstellen? Da passt es ja perfekt, dass die Filme digital überarbeitet wurden und jetzt im Juni 2021 frisch als 4k Ultra HD erscheint – und damit ideal in euer technologisches Verständnis für Filme passen sollte. Puh, Glück gehabt! Am 12. Juni 1981 lief der erste Film der Reihe in den US-Kinos an. Vierzig Jahre später zieht der legendäre Held noch immer neue Generationen von Fans in seinen Bann.

10 spannende Fun Facts 

  1. Kaum vorstellbar, aber Hollywood-Legende Harrison Ford war nicht die erste Wahl für die Rolle des Dr. Henry Walton alias Indiana Jones Jr. Die Filmemacher wollten ursprünglich Tom Selleck für die Rolle. Da dieser aber mit einem anderen Filmprojekt beschäftigt war, sagte er ab und Ford bekam seinen berühmten Part.
  2. Auf einem Strandspaziergang erzählte der mit mehreren Oscars ausgezeichnete Regisseur Steven Spielberg seinem Freund George Lucas, dass er gerne mal einen James Bond Film drehen würde. George Lucas erwiderte daraufhin, er hätte eine bessere Idee – so wurde Spielberg zum Indiana Jones Regisseur.
  3. Warum wird Henry eigentlich Indiana genannt? Sowohl im Film, als auch im wahren Leben war ein Hund Namensgeber der Figur, und zwar George Lucas‘ Alaskan Malamute Indiana.
  4. Ein Vermögen für eine Kopfbedeckung: Der Hut, den Harrison Ford als Indiana Jones in „Jäger des verlorenen Schatzes“ trägt, wurde bei einer Londoner Auktion im Jahr 2018 für über 440.000 Euro versteigert.
Harrison Ford & Shia LaBeouf, Foto: David James

Harrison Ford & Shia LaBeouf, Foto: David James

5. Ein Denkmal für alle Fans: Wer Indiana Jones im wahrsten Sinne des Wortes anbeten möchte, kann in den „Imagination Park“ nach San Anselmo in Kalifornien fahren, wo eine überlebensgroße Indiana Jones Statue aus Bronze steht.

6. Kennt ihr die Szene aus „Jäger des verlorenen Schatzes“, in der ein Bösewicht mit Säbel mühelos von Indiana Jones mit einer Pistole erledigt wird? Das war so nicht geplant! Eigentlich hätten die beiden sich einen harten Faustkampf liefern sollen, doch Harrison Ford litt an dem Drehtag an einer Magenverstimmung und wollte schnell wieder auf Toilette, also entschied er sich kurzum, seinen Gegner mit einem schnellen Schuss aus der Welt zu schaffen.

7. Untenrum luftig bei den Dreharbeiten: Harrison Ford und Sir Sean Connery saßen während einer Szene gemeinsam an einem Tisch. Ohne, dass es Zuschauer merken konnten, trugen jedoch beide unter dem Tisch keine Hose! Die Hitze am Set brachte zuerst Connery dazu, wegzulassen, was nicht sein muss, und sein Kollege Ford zog daraufhin nach.

8. Apropos Sean Connery: Er spielt in der Indy-Reihe Harrison Fords Vater, ist in Realität aber nur 12 Jahre älter!

9. Im Gegensatz zu seiner berühmten Rolle hat Harrison Ford überhaupt keine Angst vor Ratten oder Schlangen.

10. Das gekühlte Affenhirn, das beim Festmahl in „Temple of Doom“ verspeist wird, ist in Wirklichkeit Pudding mit Himbeersauce.

Klitzekleiner Hinweis: Vorsicht bei moderner Interpretation

Natürlich sollte man sich gut überlegen, wie genau man die Filme unter moderneren Auffassungen interpretieren möchte. Mit Sicherheit gibt es viele kulturelle Stereotypen in den Filmen, die für Fehldarstellungen sorgen und sich der Klischees gerade hinsichtlich verschiedener Völker bedienen. Ist so. Die Konstellation mit den begleitenden Frauen ist da schon etwas gemischter zu sehen, denn die sind in der Regel dickköpfig, in damaligen “Männerdomänen” tätig und lassen sich nichts bieten. Fachlich gesehen betreibt der gute Indie natürlich keine wissenschaftliche Archäologie, sondern mehr oder minder Grabraub & Co. Wer das nicht mag oder in der Betrachtung ignorieren kann, wird sich vermutlich verstärkt echauffieren.

Für abstrahierende Zuschauer sind die vier Filme echte Schmankerl der Kinogeschichte, die man auch als Millenial unbedingt gesehen haben sollte. Zu viele Wortwitze entstammen den Filmen und insgesamt sind sie Vertreter von cineastischen Werken, die jederzeit gehen – ob Sonntag allein, nachts, auf einer spontanen Party, mit der Familie … Sie sind Kult und jetzt erstmalig als spektakuläre 4K Ultra HD-Collection von Lucasfilm Ltd. und Paramount Home Entertainment verfügbar. Zeit vielleicht, die alten Videokassetten von damals in den verdienten Ruhestand zu schicken?

PS Hottest News für Fans: Im Jahr 2022 soll erstmalig der fünfte Teil erscheinen. Wenn das mal keine Vorfreude schürt.

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