Ein letztes Mal: Die Dinos sind los

… und legen ziemlich viel in Schutt und Asche. Final sollte die Menschheit dafür aber dankbar sein, denn es hat sich viel getan. Überall auf der Welt leben Dinosaurier, manchmal natürlich zum Leidwesen der Menschen, die immer wieder ihren Platz in der Nahrungskette einnehmen, anstatt an der Spitze zu stehen. Doch diese Dinos sind nicht die eigentliche Bedrohung …

Zu Wasser, in der Luft und am Land ein gefährlicher Jäger – irgendwie faszinierend, aber doch gemein und unfassbar tödlich!

Eine neue Art Heuschrecken, riesig groß, überfallen die Felder der Bauern und fressen alles leer. Sie sterben nicht, multiplizieren sich enorm und nehmen der Weltbevölkerung die Grundlage ihrer Ernährung weg. Ihre Herkunft kann von Dr. Ellie Sattler zur Firma biosyn zurückverfolgt werden – die ein riesiges Reservat für Dinos angelegt haben, um von deren DNA „zu lernen“. Um die Menschheit zu retten, muss die Firma fallen, die junge Maisie Lockwood gerettet werden – und ein ganz neues Gleichgewicht zwischen Dinosauriern und Menschen entstehen.

Die Kritik

So sehr es uns freut, große und kleine Dinosaurier über die Leinwand flitzen zu sehen, braucht es doch etwas der Handlung zugrundeliegende Logik, die den Film rechtfertigt: Der Aufhänger hier ist hinreichend dramatisch, denn den Menschen geht die Nahrungsgrundlage flöten. Das müsste an sich nicht mit Dinos zusammenhängen, wird aber so konstruiert. Plakativstes Beispiel der flachen Handlungsgrundlage ist wohl, die alles verursachende Firma „Biosünde“ zu taufen. Solche Details und lockeren Zusammenhänge gibt es einige, denn eines ist klar: Es geht nicht um die Handlung, sondern um ein letztes Aufeinandertreffen vieler bekannter Charaktere.

Damit ist das Fazit direkt getroffen: Es geht hier nicht um einen großartigen Film, um bombastische cineastische Unterhaltung. Es geht um den Abschied einer Ära, um einige ikonische Gesten und Sprüche, lose Fäden, die verdichtet werden können. Das wird mit einigen beeindruckenden und genauso ikonischen Bildern garniert, die man aus dem allerersten Film kennt. Und so schließt sich der Kreis doch ein wenig, denn der geneigte Fanherz weiß solche Gesten durchaus zu schätzen. Die Inszenierungen sind liebevoll genug, um für Wohlwollen zu sorgen. Dazu kommt der eine oder andere spannende Moment, in dem Menschen sich im Jagdfokus eines gefährlichen Dinosauriers befinden und man doch etwas Schnappatmung bekommen könnte. Zusammen reicht es für Fans und wohlwollende Zuschauer, um das Jurassic-Kapitel zufrieden ad acta zu legen.

JURASSIC WORLD: EIN NEUES ZEITALTER
Ab dem 8. Juni 2022 im Verleih der Universal Pictures International Germany in den Kinos!

PS Wer Wetten eingeht, wie oft man die Geste der ausgestreckten Hände zum Dino beruhigen sieht, sollte weit unter 20 bleiben, sonst verliert ihr den Kasten Bier. 

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