Ankommen im neuen Job: So klappt es

„Wir haben uns für Sie entschieden“, diese sechs Worte können in vielen Fällen unbändige Freude auslösen. Schließlich signalisieren sie Jobsuchenden, dass die Zeit der Ungewissheit vorbei ist und schon bald ein aufregender Lebensabschnitt bei einem neuen Arbeitgeber beginnt. Doch bis der Anstellungsvertrag offiziell unterschrieben ist, vergehen in den meisten Fällen noch ein paar Wochen. Zeit, die Unternehmensneulinge jedoch nicht untätig auf der Couch verbringen, sondern stattdessen nutzen sollten, um sich umfassend auf zukünftige Aufgaben sowie ein anderes Arbeitsumfeld vorzubereiten. Wir verraten, was man vor dem ersten Arbeitstag auf jeden Fall erledigen sollte, damit der Einstieg im neuen Job zum Kinderspiel wird.

Was macht das Unternehmen aus?

Dass Kandidaten sich im Vorfeld eines Bewerbungsgesprächs bereits umfassend über den potenziellen Arbeitgeber informieren, ist in den meisten Fällen die Regel. Doch bis es mit dem neuen Job richtig losgeht, bleibt Zeit, um noch tiefer in die Materie einzutauchen. Fragen, auf die Einsteiger im Bestfall schon in der ersten Arbeitswoche die Antworten parat haben sollten, sind u. a.:

  • In welchem Marktsegment ist die jeweilige Firma aktiv?
  • Wer zählt zum Kundenkreis?
  • Agiert der Betrieb global? Wenn ja, auf welchen Märkten?
  • Wer gehört zu den direkten Konkurrenten?
  • Welche Werte vertritt das Unternehmen nach außen?

Zusätzlich kann es nie schaden, aktuelle Wirtschaftsentwicklungen im Blick zu behalten. So lässt sich besser abschätzen, welche Herausforderungen oder Chancen voraussichtlich auf den neuen Arbeitgeber zukommen werden. So verschaffen sich zukünftige Angestellte ein ganzheitliches Bild und haben bereits im Vornherein die Möglichkeit, neue Strategien oder Ideen zu entwickeln, von denen der jeweilige Betrieb im Bestfall profitiert.

Kleiner Tipp: Nachdem die Zusage ins Haus geflattert ist, können neue Mitarbeiter nach einem Zugang für das Intranet fragen. Wer diesen schon vor dem ersten Arbeitstag bekommt, kann sich bereits über Unternehmensstruktur, zukünftige Kollegen und Neuigkeiten informieren.

Praktische Kenntnisse erweitern

Mit dem persönlichen Lebenslauf verfolgen Bewerber in erster Linie ein Ziel: Sich so gut es geht von der Schokoladenseite zu präsentieren. Doch tatsächlich ist es so, dass Realität und persönliche Beschreibung nicht immer hundertprozentig zueinanderpassen – speziell im praktischen Bereich. Wer hier unter Umständen noch unsicher ist, sollte sich am besten mit folgenden Werkzeugen auseinandersetzen, an denen in der Arbeitswelt heutzutage kein Weg vorbeiführt:

  • Word
  • Excel
  • PowerPoint
  • SAP
  • Funktionsweise von sozialen Netzwerken (speziell Facebook und Instagram)

Daneben gibt es Tools, die vor allem in produzierenden Unternehmen zur Optimierung sowie Automatisierung von Geschäftsprozessen eingesetzt werden: ERP-Systeme. Sie existieren wiederum nicht nur als festinstallierte Software. Mittlerweile sind in diesem Segment Cloud-Anwendungen auf dem Vormarsch. Was diese so besonders macht, erläutert dieser hilfreiche Online-Leitfaden zum Thema „Cloud-ERP“.

Im Team ankommen

Der oder die Neue in einer bereits eingespielten Abteilung zu sein, ist nicht immer einfach. Die ersten Tage zieht man bei Vorstellungsrunden unweigerlich die Aufmerksamkeit auf sich. Zudem kennen sich die neuen Kollegen bereits und sind mit der Zeit vielleicht schon zu einem eingeschworenen Team zusammengewachsen. Gerade ruhigeren Charakteren fällt es in solchen Fällen oftmals schwer, ihren Platz in solch einem Gefüge zu finden. Dennoch ist das noch kein Grund, bereits im Vorfeld den Kopf in den Sand zu stecken. Mit ein paar Tipps werden neue Mitarbeiter am Arbeitsplatz schnell integriert:

  • Keine Vergleiche ziehen: Wer ständig nur Anekdoten von der vorherigen Arbeitsstätte zum Besten gibt oder häufig Vergleiche zieht, macht sich schnell unbeliebt.
  • Fragen stellen: Das hört sich auf den ersten Blick einfacher an, als es tatsächlich ist. Neulinge, die jedoch offen auf ihre Kollegen zugehen und diese ernsthaft kennenlernen wollen, gewinnen schnell erste Sympathien. Klassischer Eisbrecher ist übrigens die Frage: „Wollen wir die Mittagspause zusammen verbringen?“
  • Authentisch sein: Wie so oft im Leben verliert auch auf der Arbeit, wer sich verstellt oder anbiedernd auftritt. Dagegen gibt es jedoch ein Erfolgsrezept: Sich selbst treu bleiben. Wer ehrlich ist und aus seinen Macken und Schwächen Stärken macht, wird in der Regel als sympathisch wahrgenommen.

Wer noch mehr Hilfestellung sucht, den helfen diese sechs Tipps für die ersten Tage im neuen Job weiter.

Immer tief durchatmen

Ein Berufswechsel kann in vielen Fällen gemischte Gefühle auslösen. Da ist zum einen die Freude auf neue Aufgaben sowie ein komplett anderes Umfeld. Auf der anderen Seite sorgt der Gedanke an unbekannte Herausforderungen sowie fremde Kollegen gleichzeitig für Bauchkribbeln. Wer die Zeit bis zum ersten Tag jedoch zur Vorbereitung nutzt und dabei gelassen bleibt, der schafft die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start im neuen Job.

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