Das Ungleichgewicht von weiblichen und männlichen Autoren

Photo by Suzy Hazelwood from Pexels

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Bücher von Frauen finden mehr Akzeptanz

Jahrhunderte lang war es meist so, dass die Literatur mehr oder weniger eine Männerdomäne war. Fast alles, was man bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts an bedeutenden Büchern lesen konnte – und zudem auch fachlich von Relevanz war –, wurde in der Regel von Männern geschrieben. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch jede Menge Literatur von bedeutenden Frauen gab, die zu bestimmten Themen ihre eigene Meinung hatten und diese auch offensiv nach außen trugen.

Es kam einem Glücksspiel nahe, wenn man als Frau ein Buch im Literaturmarkt platzieren wollte. Verlage winkten von vornherein ab und wie im Casino hoffte man auf einen Volltreffer. Die Regel war, dass gerade im Bereich der Fachliteratur das Interesse an Veröffentlichungen dieser Art relativ schnell schwand, sobald es die schriftlichen Überlegungen einer Frau waren. Hat ein männlicher Kollege ein Fachbuch zu einem ähnlichen Thema verfasst, konnte man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die Ausgabe des männlichen Autors eine vielfach höhere Auflage hatte, als die seiner weiblichen Kollegin. Auch wenn die Inhalte der Bücher genauso fundiert waren und ähnliche Aussagen beinhalteten. Viele Autorinnen gingen in diesem Fall dazu über ihre Publikationen unter einem männlichen Pseudonym zu veröffentlichen.

Die Erfolge erster weiblicher Autoren

Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts begannen Bücher von Frauen immer mehr akzeptiert zu werden. Natürlich handelte es sich dabei weniger um Fachbücher als vielmehr um Belletristik und Bücher aus dem Bereich der Unterhaltung. Trotzdem gelang es einigen Autorinnen eine ganze Reihe von Büchern zu veröffentlichen, die es Ihnen ermöglichten unter Ihrem Namen mit Ihren Werken eine treue Leserschaft zu versammeln und ein dauerhaftes Einkommen zu erzielen. Frauen wie Annik Saxegaerd aka Berte Bratt schafften es gerade im Bereich der Jugendromane einen erheblichen Bekanntheitsgrad zu entwickeln.

Leider muss man sagen, dass solche Erfolgsgeschichten trotz allem eher die Ausnahme blieben. Vor allem bei Fachberichten waren weibliche Autoren nicht gefragt, mit Ausnahme vielleicht von Kochbüchern. Und selbst Insider-Gamer, die alle möglichen Tipps & Tricks im Online-Casino-Bereich kundtun, sind eingefleischte männliche Spieler, die auch zu Exoten wie Book of Dead und ähnlichen Game-Produkten in dieser Industrie ihren Marktvorteil sichern konnten und auch können.

Der Durchbruch zu Anfang des 21. Jahrhunderts

Der wirkliche Durchbruch im Bereich der Fachliteratur gelang Schriftstellerinnen und weiblichen Autoren kurz vor und nach dem Millenium. Es war in gewisser Weise ein schleichender Prozess, weshalb er von der Öffentlichkeit auch weitgehend unbemerkt blieb. Trotzdem werden seit vielen Jahren nicht mehr nur Groschenromane und Liebesgeschichten von Frauen veröffentlicht, sondern auch konkrete Fachliteratur, die durchaus mit eigenen Themen aufwartet. So finden sich heute in vielen Buchhandlungen Ratgeber von fundierten Psychologinnen, Fachbücher zu bestimmten juristischen Themen von Rechtsanwältinnen und sogar Themen wie Gartengestaltung und Architektur sind Bereiche, die immer mehr von Frauen im Rahmen der Fachliteratur besetzt werden.

Die Präsenz von Schriftstellerinnen ist eindeutig auf historische Strukturen zurückzuführen, die das Frauenbild in der Gesellschaft mitbegründet hat. Dass weibliche Autoren sich nicht mehr verstecken, wenn es um die Veröffentlichung Ihrer Bücher geht, zeigt sich auch in Bereichen, die sonst eher ein Tabuthema in der Literatur sind. So feierte die Autorin von Shades of Grey mit ihrem gewagten Roman, der von der Fachliteratur eher negativ beurteilt wurde, einen Welterfolg. Zugleich präsentierte sie sich selbstbewusst in der Öffentlichkeit. Dass ihre literarischen Werke durchaus nicht überall gerne gesehen und akzeptiert werden, zeigt sich daran, das einzelne Länder die Shades of Grey-Reihe komplett verboten haben.

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