Zeig mir die Farbe deines Armbands…

… und ich sage dir, ob du zum Club der roten Armbänder gehörst oder nicht. Im November wurde die gleichnamige Serie in free TV ausgestrahlt, die auf dem Buch von Albert Espinosa basiert – aber ist das Buch eine klassische Romanvorlage?

“Club der roten Bänder” – der internationale Besteller des spanischen Autors Albert Espinosa diente als Vorlage zur gleichnamigen erfolgreichen Dramedy-Serie, die nicht nur in Spanien sondern auch hier in Deutschland große Erfolge feierte und tolle Quoten einspielte.

Doch wer nun bei diesem Buch an eine typische Romanvorlage denkt, wird getäuscht. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine Art Ratgeber, einen Lebensbericht, der von Espinosas persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Krebs erzählt. Der Autor, der ab dem Alter von Dreizehn selbst an dieser Krankheit litt, infolge dessen ihm sein Bein amputiert und ein Teil seiner Lunge entfernt werden musste, berichtet auf seine unnachahmliche Weise von seinen Erlebnissen auf verschiedenen Krankenstationen.

Darüber hinaus vergisst er nie, dem Leser dieses traurige und ernste Thema mit einer gewissen Portion Augenzwinkern und Humor näher zu bringen. So beinhaltet das Buch nicht nur Kapitel, wie „Die Angst vor dem Tod verlieren“ oder autobiographische Texte wie „Was ist denn meine Welt“, sondern auch eine „Liste von 23 Krebslektionen, die man aufs Leben anwenden kann“. Jede Einzelne davon handelt von Espinosas Erkenntnissen, die er während seines Leidens gewonnen hat.

So berührend und tiefgehend der Inhalt des über 200-seitigen Buches auch ist – Serienfans, die sich auf die Geschichte rund um die Krankenhauserlebnisse der sechs Freunde gefreut haben, kommen hierbei leider nicht auf ihre Kosten.


Laura R. (academicworld.net-user)

Club der roten Bänder. Albert Espinosa.
Goldmann Verlag, 8.99 Euro.

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