Wolfgang Hohlbein: Wyrm

Wolfgang Hohlbein lässt seinen Protagonisten den Landvermesser Joffrey Coppelstone im Hinterland Neuenglands auf eine alte mythische Macht treffen.

Wütende Würmer in Neuengland

“Wyrm” ist mein erstes Hohlbein-Buch und ich hatte mir viel versprochen. Die Kurzbeschreibung hörte sich sehr nach Horror-Fantasy an, was ich eigentlich gerne lese.

Joffrey Coppelstone, ein Landvermesser, muss für seinen verunfallten Assistenten einspringen und selber aufs Land fahren, irgendwo ins Nirgendwo in Neuengland. Dort soll er für den Bau einer Straße die Landbevölkerung davon überzeugen, ihre Farmen oder Häuser aufzugeben, weil es so viel besser für sie sei.

Die Gefahren der Neugier

Aber schon auf dem Hinweg dorthin passieren merkwürdige Dinge, die Straße, die er nehmen muss, erweist sich auch als nicht gerade normal. Als sein Wagen stecken bleibt, muss er sich zu Fuß durchschlagen und gerät in aberwitzige Situationen. Erst recht, als er in ein Dorf kommt, wo alle Welt ihn nur loswerden will und merkwürdige Dinge geschehen.

Coppelstone lässt sich aber nicht so leicht vertreiben, er hat schließlich einen Auftrag! Durch seine grenzenlose Neugierde gerät er in lebensgefährliche Situationen und sieht sich Kreaturen gegenüber, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen, aber von der Landbevölkerung gehütet und beschützt werden?

Flüssig oder überflüssig?

Der Erzählstil in diesem Buch war nicht sehr schwer, somit versteht man recht gut, worum es geht und kann flüssig lesen. Die Story als solches ist vom Ansatz her nicht schlecht, allerdings meines Erachtens viel zu oberflächlich und schnell erzählt. Man hätte weitaus mehr Spannung und Grauen erzielen können.

Für mich als Hohlbein-Neuling war dies kein Buch, das mich vom Autor überzeugt hat, ich bin mir auch nicht sicher, ob ich noch weitere Bücher von ihm lesen werde. Dazu hatte die Story einfach zu wenig Überzeugungskraft. Schade.

 

304 Seiten

Knaur (März 2005)

7,90 Euro

 

 

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