The roaring twenties …

… sind in Melbourne durch viele Morde gekennzeichnet. Wie gut, dass es die junge Miss Marple gibt. Also wir meinen Miss Fisher, die mit Stil, Appeal, Vehemenz und Köpfchen den Tätern nachspürt. Jetzt mit Staffel 2 frisch im Handel!

In Staffel 2 finden die spannenden kriminell-glamourösen Abenteuer unserer Meisterdetektivin ihre Fortsetzung. Jede Menge neue Fälle warten darauf von Miss Fisher, ihrem schüchternen  Hausmädchen Dot und ab und an auch mit Hilfe von offizieller Seite gelöst zu werden. Der Polizei scheint charmante Unterstützung durchaus von Nöten: Detective Inspector Jack Robinson und sein Kollege Constable Hugh Collins sind wieder einmal reichlich überfordert und werden von den beiden Damen ordentlich auf Trab gehalten. Die schon ewig angedeutete Liebesgeschichte zwischen Jack und Miss Fisher entwickelt sich vielleicht etwas weiter, wobei auch Dots Wangen erröten, wenn Hugh Collins in die Küche stolpert …

Die Kritik

Ich liebe Miss Fisher. Dieses Bekenntnis – noch dazu online – dient den treuen Lesern von academicworld schon als erster Qualitätsbeweis. Denn so ausufernd habe ich mich noch nie über eine TV Serie geäußert. Was macht Miss Fisher zu so etwas besonderem? Obwohl ihr Charakter und die Serie in den 20ern angesiedelt sind, stehen beide für nichts Geringeres als die moderne, junge Frau: Sie versteht Emanzipation so, dass sie macht, was sie möchte. Wenn sie gerne kocht, dann ist das okay so. Wenn sie in der Pflege ihrer Familie aufgeht, dann ist das okay so. Und wenn sie mit einer Waffe in der Handtasche durch die Welt zieht und Freunden plus Bekannten und Fremden sowieso dabei hilft, ungeklärte Morde zu lösen – dann ist das verdammt noch mal okay so.  Damit sich Miss Fisher auch nicht allein dabei fühlt, gibt es ihre Assistenz Dotti. Die eigentlich eine Haushaltshilfe ist, aber immer als Assistenz präsentiert wird. Eingestiegen ist sie in der ersten als das graue Mauerblümchen, die froh sein darf, wenn sie einmal respektabel heiratet. Irgendwann bekommt sie einen Heiratsantrag und schickt den Guten erst mal in die Wüster – weil sie weiter mit Miss Fisher arbeiten möchte. Ist es das Ende ihres Happy Ends? Ihr werdet es sehen!

Da wir zusammen mit den Protagonisten aber in den 20ern stecken, kommt es natürlich nicht umhin, dass auch die beiden reizenden Damen in der Gesellschaft an ihre Grenzen stecken: Nur zu oft treffen sie auf alte, weiße Männer oder auch mal Nonnen, die sie gerne in ihre „angestammte Rolle als Frau“ pressen möchten. Da kommt manchmal auch eine Miss Fisher mit ihrem Sturkopf nicht weit.

Der Stil der 20er ist natürlich auch optisch eine absolute Augenweide, die bei der Serie bis ins letzte Detail mega umgesetzt wird. Von den Cocktailgläsern zu technischen Entwicklungen und erst recht die Outfits – sich Miss Fishers Mysteriöse Mordfälle anzuschauen, ist mir eine Herzensangelegenheit. Selten so sensationell von der ersten Sekunde an unterhalten worden. True Love!

Bettina Riedel (academicworld.net)

Miss Fisher Mysteriöse Mordfälle

13 Episoden

Ab dem 27. Mai im Vertrieb von Polyband als DVD und BluRay im Handel erhältlich.

Share.