Online-Handel – wie sieht die Zukunft aus?

Das Einkaufen über das Internet wird immer innovativer.

Kaum noch jemand will auf die Bequemlichkeit des Online-Shoppings verzichten. © istock.com/courtneyk

In Zukunft dürfte das Shopping-Erlebnis via Notebook, Tablet und Smartphone den Erlebnis- beziehungsweise den Unterhaltungsaspekt noch stärker berücksichtigen. Damit beschäftigt sich Content-Commerce, ein Teilgebiet des E-Commerce, also des Konsums über das World Wide Web. Und auch technisch stehen größere und kleinere Neuerungen bevor. Hier eine Ausblick:

Der Konkurrenzdruck unter den Online-Händlern

Während gerade zur Weihnachtszeit die Einzelhändler in den Fußgängerzonen über einbrechende Umsätze und große Verluste durch die Online-Pendants klagen, tobt auch unter den Internetshops selbst ein ziemlich harter Konkurrenzkampf. Kunden generiert, wer die günstigsten Angebote und das einfachste beziehungsweise befriedigendste Einkaufserlebnis bietet. Ferner gibt es heutzutage Portale wie Coureon, die den Einkaufskomfort noch weiter steigern. Auf dem besagten Internetportal können Kunden großer Shops und Internetauktionshäuser wie Amazon und eBay ihre Bestellungen in einer einzigen Übersicht ordnen und die diversen Versandpartner miteinander vergleichen. Auch durch Applikationen, also spezielle Shopping Apps, wird das Einkaufen im Internet noch komfortabler. Den Einkauf einfacher und übersichtlicher zu gestalten, ist aber nur ein Ansatz von mehreren, die Shop-Betreiber und Marketingstrategen momentan verfolgt.

Content-Driven-Commerce für ein neues Einkaufserlebnis

Es ist natürlich überaus wichtig, Besucher durch Werbung und/oder besonders attraktive Angebote auf die jeweilige Shop-Webseite zu locken. Handelt es sich bei den Besuchern um die anvisierte Zielgruppe, ist ein Kauf – zumindest bei einem Teil der Shop-Besucher – überaus wahrscheinlich. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Tatsächlich erwarten die Konsumenten im Jahr 2015 noch mehr von einem Online Shop. Im Rahmen des sogenannten Content Driven Commerce werden die potenziellen Kunden bereits abgeholt, bevor sie überhaupt eine konkrete Kaufentscheidung getroffen haben. Die Produkte stehen dabei gar nicht mehr im Vordergrund. Vielmehr werden dem Kunden hochwertige Inhalte geboten, die unterhalten, informieren und inspirieren. Idealerweise bildet sich darüber hinaus auch noch so etwas wie eine Consumer-Community, die über Produkte, Anwendungsmöglichkeiten und etwaige Probleme diskutiert. In diese „Erlebniswelt“ muss das Sortiment nur noch eingebettet werden.

Whats next? Das Online Shopping steht immer noch erst am Anfang seiner Möglichkeiten. © istock.com/ iMrSquid

Technische Finessen des Online Shoppings

Produktvergleiche und Online Shopping mit Augmented-Reality-Applikation der VR-Brille und drohnenbasiertem Expressversand – sieht so etwa die Zukunft des Einkaufens aus? Das ist möglich, doch viel interessanter sind die Lösungsansätze für jene Produkte, die bislang auch weiterhin vermehrt in den realen Geschäften bezogen werden. Dazu gehören Lebensmittel und Kleider. Bei den Kleidern geht es natürlich darum, dass man bei einem Interneteinkauf nichts im Vorfeld anprobieren kann. Die Kleider in Massen zu ordern und den (unpassenden) Großteil danach gleich wieder zurückzuschicken, ist leider gängige Praxis. Für Empörung sorgte in jüngerer Vergangenheit der Umstand, dass viele der anprobierten und zurückgeschickten Kleidungsstücke aufgrund ihrer niedrigen Herstellungskosten direkt weggeschmissen wurden. Die Zukunft des Online-Kleiderhandels sieht selbstverständlich anders aus. Die Vermessung via Webcam oder 3D-Scanner und das Anprobieren mithilfe eines virtuellen Avatars sind bereits in greifbare Nähe gerückt. Nähere Informationen dazu finden unsere Leser zum Beispiel hier. Abschließend können wir also festhalten, dass Online Shopping sich noch immer weiterentwickelt und in Zukunft wandeln wird. Dennoch wird der klassische Einzelhandeln in den Fußgängerzonen und Gewerbegebieten nach Meinung der meisten Experten vorerst bestehen bleiben. Frische Lebensmittel kauft der hiesige Konsument zum Beispiel erst, wenn er sie am Point of Sale in Augenschein nehmen konnte.

Bilder:
1. © istock.com/courtneyk
2. © istock.com/ iMrSquid

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