James Bond und wie man so werden kann wie er

Ein erneuter Ratgeber, der Männern sagt, wie sie zu richtigen Männern werden? Weit gefehlt! Warum dieses Sachbuch anders ist und sich die Lektüre von “Wann ist ein Mann ein Bond?” lohnt, darüber berichtet Academicworld-Rezensent Simon Zakel.

aboutpixel.de / cocktail glass splash © Markus Gann

Wieder einmal hatte ich das Vergnügen, eines der von Academicworld zur Verfügung gestellten Werke zu lesen und zu rezensieren. Diesmal handelte es sich um das Buch: “Wann ist ein Mann ein Bond?” von Jo Müller und Markus Tschiedert.

James Bond und über die Figur hinaus

Anfänglich konnte ich mir nicht wirklich vorstellen was mich erwarten würde. Gewählt hatte ich dieses Buch eigentlich nur, weil ich die letzten Bond-Filme gesehen hatte und wegen des ansprechenden Titels. Ich hoffte, dass es nicht wieder eines dieser Ratgeber ist, wie man sie zu Hauf in den Buchläden findet und die mit leeren Phrasen versuchen, den leichtgläubigen Käufern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Aber ich sollte nicht enttäuscht werden.

Das Buch ist aufgebaut wie eine Autobiografie und eine Analyse der Filmfigur James Bond. Man erfährt nicht nur viel über James Bond, sondern auch über seinen Autor Ian Fleming, die verschiedenen Akteure, die James Bond in den zahlreichen Filmen spielten, sowie über die gesellschaftlichen Umbrüche jener Zeit.

Verschiedene Facetten eines Helden

James Bond wird in diesem Buch mit viel Aufwand analysiert und die verschiedenen Behauptungen werden mit unterschiedlichen Szenen aus den Filmen belegt.  Einige Themen, um die es sich handelt, sind zum Beispiel: Bond – Der Playboy, Bond – Die Sexmaschine, Bond – Der Folterknecht oder Bond – Das Sensibelchen. In diesen Kapiteln werden nicht nur die Marotten, die James Bond in den Filmen besitzt, beschrieben, sondern auch die der jeweiligen Schauspieler.

Angenehm empfand ich die Schreibweise der Autoren. Obwohl es sich um ein “Sachbuch” handelt, lässt es sich sehr gut lesen. Man lernt alles über James Bond: vom Einspielergebnis der Filme über die Bond Girls bis zum typischen Bond-Menü ist hier alles zu finden.

Bezug zum Medium Film

Da die Autoren mit vielen Beispielen aus den Bond-Filmen arbeiten, sollte man mit dem einen oder anderen Film schon vertraut sein. Das Buch lebt meiner Meinung nach von den vielen Beispielen und versucht, die Vorstellungskraft des Lesers an die Situationen im Film mit einzubeziehen.

Die Autoren Jo Müller und Markus Tschiedert schaffen es sehr gut, einen für “James Bond” zu gewinnen. Empfehlen kann ich es also all jenen, die sich für James Bond interessieren und mehr über seine Figur lernen wollen. Wie viel man vom smartesten Geheimagenten der Welt lernen kann, hängt aber von jedem selbst ab.

Ich für meinen Teil genehmige mir jetzt erst mal meinen morgendlichen Hummer mit Wachteleiern und geschnittenem Seetang und anschließend einen Cognac, bevor ich wieder Ganoven jagen gehe.

Viel Spaß bei der Lektüre des Buches.

Simon Zakel, academicworld-user

Jo Müller/Markus Tschiedert. Wann ist ein Mann ein Bond?
Bastei Lübbe. 9,99 Euro.

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