Ein Blick für die Wahrheit

Dina ist die Tochter einer Beschämerin. Eines Tages soll ihre Mutter helfen, den Mord an einer Königsfamilie aufzuklären und wird zusammen mit ihrer Tochter in einen Strudel der Intrigen hinabgezogen …

Es beginnt mit einem Mord: Der König samt Gemahlin und jungem Prinz werden ermordet in ihrem Gemach aufgefunden. Kurz darauf wird der Sohn des Königs aus erster Ehe mit einem Rausch der Sonderklasse und einem blutigen Dolch noch in der Hand im Stall gefunden – das ist einfach zu verdächtig. Man schickt nach der Beschämerin. Sie verfügt über die Gabe, Menschen in die Augen zu blicken und alles zu sehen, dessen dieser Mensch sich schämt. Dinas Mutter kommt zu dem Schluss, dass der Verdächtigte Nicodemus nicht der Täter sei – doch wer war es dann? Der wahre Mörder ist längst dabei, im Hintergrund weitere Strippen zu ziehen und beordert kurzer Hand Dina selbst in das Schloss. So setzt er ihre Mutter unter Druck… Doch Dina mag gutgläubig sein – sie ist auch ehrlich und widersetzt sich den finsteren Plänen. Zusammen mit Nicodemus türmt sie und setzt alles daran, ihre Mutter vor einer grausamen Hinrichtung durch den Verräter zu retten.


Die Kritik

Die Hüterin der Wahrheit ist weniger ein Fantasyfilm als ein Märchen – was der Geschichte aber keinen Abbruch tut. Manchmal fühlt man sich zwar, als hätte man das Buch zum Film nicht gelesen, aber trotzdem erschließen sich die Szenen und ihre Bedeutung jedem Zuschauer. Dass der Genuss von Drachenblut den Körper kräftigt, dürfte beispielsweise klar sein und stellt deswegen auch keinen Spoiler dar 😉

Die Idee hinter Dinas Gabe ist super interessant und stellt eine große Abwechslung dar: Einfach, weil sie nicht auf gerade aktuellen Fantasy-Massenbüchern beruht und ein neues Thema eröffnet. Wofür schämt man sich? Nur, weil man sich einer Handlung wegen schämt, heißt es noch nicht, dass man auch eine moralische oder gesetzliche Schuld trägt. Also ist es gar nicht so einfach, wie die Gabe am Anfang klingt. Der Twist im Plot rund um den Bösewicht Drakar ist allerdings dadurch relativ offensichtlich. Dafür geht der Film aber auch offen damit um, sodass es dafür bei mir keinen Punktabzug gibt.

Unterhalten wird man glänzend bei Die Hüterin der Wahrheit, so viel steht fest. Die Figuren werden absolut glaubhaft dargestellt, nur die Drachen sind vielleicht ein wenig klein – zumindest für all die, die an Game of Thrones gewöhnt sind 😉 Wer Märchen mit einem übernatürlichen Twist mag, wird diesen Film sehr gern haben, denn er ist einfach super sympathisch!

Bettina Riedel (academicworld.net)

Die Hüterin der Wahrheit
Darsteller: Maria Bonnevie, Jakob Oftebro, Peter Plaugborg, Rebecca Emilie Sattrup

Ab dem 26. August im Vertrieb der polyband Medien GmbH als DVD und BD erhältlich.

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