Die HEROES sind wieder da!

… und zwar mit der neuen Generation: HEROES REBORN. Achtung, Spoilerpotenzial – der Anfang der Serie verrät nämlich das Ende der Original-Serie HEROES und setzt zeitlich gesehen direkt danach an. Deswegen: Vorsicht beim Lesen dieser Rezension 🙂

Immerhin eine der buntesten Figuren in der ersten Staffel von heroes Reborn. Bild: Universal Pictures

Kein Scherz, hier kommt das Ende der letzten Staffel HEROES!

Ein Jahr ist es her, dass ein verheerender Terroranschlag die Stadt Odessa in Texas zerstörte. Die Heroes, Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten, hatten mit all ihren Bemühungen also so gar keinen Erfolg. Der Anschlag stürzt die ganze Welkt in eine Krise: Die Heroes werden von der Regierung und der Bevölkerung für den Anschlag verantwortlich gemacht und gejagt. In ständiger Angst, entdeckt zu werden, machen sie sich im Untergrund auf die Suche nach den wahren Drahtziehern. Denn es gibt sie immer noch, überall auf der Welt. Und was viele von ihnen nicht wissen – eine neue Bedrohung nähert sich mit Ultraschallgeschwindigkeit. Haben Sie diesmal eine Chance?

Die Kritik

Sprunghaft. So lässt sich die Serie ganz gut zusammenfassen. Statt sich auf die neuen Charaktere zu fokussieren, waren die Macher scheinbar bestrebt, die losen Fäden der alten Serie mit in den neuen Handlungsstrang zu weben. Das macht es leider ein wenig zu verwirrend – außerdem stiehlt die Serie sich so selbst den Zauber oder den Reiz des Neuen. Natürlich gibt es neue Helden rund um den Globus, natürlich gibt es eine absolute Katastrophe, die wieder alles vernichten kann – und natürlich gibt es wieder ein kleines blondes Mädchen, das die Welt retten könnte. Das alles erinnert schon sehr stark an das Original und verspricht wenig Neues.

Dass die Menschen auf der Welt, die Talente haben, von den restlichen jetzt gejagt werden, ist kein unlogischer Schritt – aber durchaus wenig spannendes Setting. Hier hätte ein anderer Hintergrund vielleicht besser getan – schließlich lebt auch in der Serie niemand mehr im wilden Westen. Gibt es Widerstand? Militarismus auf beiden Seiten? Eine Regierung, die mit den Heroes zurecht kommen muss? Irgendwie bleibt hier alles in der Schwebe.

Insgesamt schafft die Serie es nicht, den Zuschauer einzufangen. Zu wenig Spannung, wenig faszinierende Charaktere, zu viel Ballast aus den alten Folgen: Reborn ist ein Projekt, das gerne in der Schublade hätte bleiben dürfen. Die Superhelden-Konkurrenz aus den Marvel-Universen jedenfalls zeigt, wie es anders und besser geht. Hier ein Tipp, da ein Hinweis, aber immer eine eigenständige Geschichte parat. Das fehlt Heroes Reborn tatsächlich und macht sich dadurch selbst zu Nachbericht zum eigentlichen Serienende. Da verwundert es nicht, dass eine zweite Staffel bisher nicht vorgesehen ist.

Bettina Riedel (academicworld.net)

Heroes Reborn, Staffel 1.
13 Episoden

Ab dem 12. Mai als DVD, BluRay oder VoD im Vertrieb von Paramount im Handel erhältlich!

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