Baden-Württemberg wird Pionierregion für nachhaltige Mobilität

Bewegt leben – mobil zu sein wird immer wichtiger

Mobilität bestimmt heutzutage unser Leben, Pendelwege werden immer länger, Geschäftsreisen gehören zum Alltag und auch in der Freizeit sind wir es gewohnt, Entfernungen nicht als Hinderungsgrund zu sehen. Grundlage einer erfolgreichen und guten Wirtschaft ist die Fähigkeit, Personen und Güter schnell und effizient zu bewegen. Unser Mobilitätsverhalten hat starken Einfluss auf unsere Lebensqualität und in hohem Maße auf unsere Umwelt. Lärm- und Luftbelastung, demographischer Wandel und steigende Energiepreise sind weitere Gründe neue Lösungen zu finden.

Die Landesregierung Baden-Württemberg macht sich deshalb dafür stark mit ganzheitlichen Verkehrskonzepten Mobilität für alle Menschen nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten. Mit verschiedenen Kampagnen und Bausteinen kommt sie diesem Ziel näher. Bereits heute ist ein deutlicher Trend zu erkennen: Der Anteil des Radverkehrs steigt, vor allem in den Städten ist das Fahrrad oft schneller, Parkplatzprobleme entfallen und für die Fitness ist auch gesorgt. Umfragen belegen eine zunehmende Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Car-Sharing als Alternative zum eigenen Auto boomt. Neue Technologien wie Smartphone und mobiles Internet und die zunehmende Digitalisierung bieten neue innovative Möglichkeiten.

Multimodale Mobilität

Vernetzte oder multimodale Mobilität bedeutet die jeweiligen Vorzüge der unterschiedlichen Verkehrsmittel zu kombinieren, individuellen und öffentlichen Verkehr zu verknüpfen, persönliche Vorlieben zu berücksichtigen und schnell, umweltschonend und bequem ans Ziel zu gelangen. Das kann zum Beispiel heißen, zu Fuss oder dem Taxi zur nächsten Bushaltestelle zu gelangen, am Bahnhof den Zug in die nächste Stadt zu nehmen und dort per Smartphone eines der zahlreichen Leihfahrräder zu nutzen. Oder mit dem eigenen Rad zur nächsten S-Bahn-Station zu fahren, in der Nähe eines gebuchten Car-Sharing Autos auszusteigen und mit diesem bequem am Ziel im ländlichen Umland anzukommen.

Mobilitätsrechner

Einen guten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten bietet der Mobilitätsrechner unter https://rechner.neue-mobilitaet-bw.de/. Bequem und schnell gibt er Auskunft über verschiedene Alternativen für eine individuelle Wegstrecke und errechnet Kosten, Zeitbedarf und Umweltauswirkungen der genutzten Verkehrsmittel.

Alternativen bei der Nutzung von PKW

Während im ländlichen Bereich der motorisierte Individualverkehr nach wie vor eine größere Rolle spielt, ist die Anzahl der KFZ-Neuanmeldungen in den Städten rückläufig. Gerade junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 verzichten zunehmend auf ein eigenes Auto oder gar auf den Führerschein, das Auto ist nicht mehr Statussymbol sondern nur eines von vielen Verkehrsmitteln. Angebote wie Car-Sharing sparen Kosten und den täglichen Kampf um einen Parkplatz. Mobiles Internet und Smartphone-Apps machen Mitfahrgelegenheiten und Fahrgemeinschaften spontan und unkompliziert möglich. Für den ländlichen Bereich können effizientere Fahrzeuge oder sogar reine Elektroautos und -roller eine nachhaltige Alternative darstellen, außerhalb des urbanen Raumes ist Platz für umweltschonende Solartankstellen. Herkömmliche Ladestationen sind bereits in guter Zahl vorhanden, die Standorte können ebenfalls per App abgerufen werden.

Radverkehr – umweltschonend und sportlich

Das Fahrrad erlebt als Verkehrsmittel heutzutage eine Renaissance, Pedelecs und E-Bikes schaffen dabei neue Möglichkeiten auch längere Strecken oder Wege mit Steigungen per Rad zu meistern. Zahlreiche Angebote gewährleisten eine gute Vernetzung zum öffentlichen Nahverkehr. Ausgebaute Radwege oder Radschutzstreifen, diebstahl- und regensichere Abstellanlagen an Bahn- und Busstationen, Bike and Ride Anlagen an Bahnhöfen und nicht zuletzt flächendeckende Mietfahrrad-Verleihsysteme in einigen Städten machen die Kombination von Rad und ÖPNV hoch attraktiv. Mitnahmekapazitäten für Fahrräder in Bus und Bahn sind in vielen Verkehrsverbünden bereits vorhanden und oft kostenlos.

Öffentlicher Personennahverkehr 

Mit verkehrsverbundsübergreifenden Tarifen und der Möglichkeit digitale Fahrkarten über das Smartphone zu bezahlen, bieten viele öffentliche Verkehrsunternehmen bereits erste Antworten, den ÖPNV nutzerfreundlicher zu gestalten. Zunehmend werden Haltepunkte und Zustiege barrierefrei, um dem demographischen Wandel gerecht zu werden und die steigenden Anzahl von über 60-jährigen zu berücksichtigen.

Blick in die Zukunft

Mobil zu sein wird weiterhin eine große Rolle in unserem Leben spielen. Jeder Einzelne von uns kann mit seinem Verhalten einen Teil dazu beitragen, nachhaltige Lösungen zu finden und zu nutzen. Neue Techniken und innovative Ideen werden uns helfen, gut zugängliche, komfortable und umweltfreundliche Mobilitätskonzepte für Menschen aller Altersgruppen zu finden. Baden-Württemberg hat sich als Pionierregion auf den Weg gemacht.

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