Ann Cleeves: Opferschuld

Von Schuld und Sühne

Emma findet eines Tages die Leiche ihrer besten Freundin Abigail. Schnell kommt es zur Verhaftung von Jeanie, die ein Motiv für den Mord hätte, jedoch fortwährend ihre Unschuld betont. Nach zehn Jahren Inhaftierung nimmt sich Jeanie im Gefängnis das Leben. Die Nachricht, dass sich ein neuer Zeuge bei der Polizei gemeldet hat, der ihr Alibi bestätigen kann, und dass der Fall wieder aufgerollt werden soll, kommt für sie leider zu spät. Trotzdem nimmt Inspector Vera Stanhope von der Kriminalpolizei Northumberland die Ermittlungen wieder auf und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Kein Durchschnittskrimi!
‘Opferschuld’ sticht aus der Masse der Kriminalromane heraus, die lediglich darauf fokussieren, beim Leser Grauen zu erzeugen und eine möglichst verworrene (und oft unrealistische) Aufklärung zu präsentieren. Ann Cleeves’ Geschichte ist anders, bleibt stets glaubwürdig und ist aus dem Leben gegriffen.

Dabei lässt sich das Buch sehr flüssig lesen und ist sprachlich anspruchsvoller als ein Durchschnittskrimi. Der Spannungsaufbau erfolgt langsam und gemächlich, nie hat man das Gefühl, dass einem das Blut in den Adern gefriert, und nie den Eindruck, dass es langatmig und langweilig ist.

Fazit: Ein spannender Krimi ohne Gemetzel und ohne explizite Beschreibung von Verbrechen

432 Seiten

rororo (2011)

9,99 Euro


Stand Februar 2011
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