nanospots: Der Mensch zwischen Natur und Hightech

Klappe die erste… Startschuss für nanospots – Der Wettbewerb zum 1. Nano-Kurzfilm-Festival für Nano- Wissenschaftler/-innen – 5.000 € Hauptgewinn für den besten Spot zum Thema “Leben mit Nano: Der Mensch zwischen Natur und Hightech”

Maryam Abouzar, “Ein Leuchten in der Dunkelheit” Das Bild ist Bestandteil der Initiative “nano+art” -ein bundesweiter Wettbewerb des Netzwerkes www.nano4women.com der science2public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation e.V.

Visualisierungen aus dem Nano-Kosmos – ein Thema, das schon längst im wissenschaftlichen wie im Forschungsbetrieb angekommen ist. Rasante Weiterentwicklungen elektronenoptischer und nahfeldoptischer mikroskopischer Methoden ermöglichen künstlerisches Arbeiten in der Nanowelt, denen keine Grenzen mehr gesetzt sind und sogar den Schritt vom Bild zum bewegten Bild erlauben. Ergebnisse können Nanokurzfilme unterschiedlichster Art und mit unterschiedlichsten Materialien sein, deren Herstellung aufgrund neuer Nano-Analytik Technologien und verbesserter Digitalisierung heute möglich sind.

Die Nanotechnologie bildet an dieser Stelle den Schnittpunkt zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit und bietet durch künstlerische Verwertung nanowissenschaftlicher Ergebnisse die Möglichkeit zur öffentlichen Diskussion, die, wie die öffentliche Debatte über Chancen und Risiken der Nanotechnologie zeigt, nicht nur gewünscht, sondern vor allem notwendig ist. Genau an diesem Punkt setzt die neue Initiative nanospots an, die von der VolkswagenStiftung in ihrer Förderinitiative
“Wissenschaftsvermittlung und -kommunikation” gefördert wird.

“Mit den Förderinitiativen zur Physik, Chemie und Biologie von Einzelmolekülen, zu komplexen Materialien und zu makroskopischen Funktionssystemen hat sich die VolkswagenStiftung bereits stark als Förderer auch der Forschung in den Nanowissenschaften engagiert. Mit dem nanospots-Wettbewerb soll nun auch die Öffentlichkeitsarbeit zu diesen lebendigen, innovativen und dynamischen Forschungsfeldern gefördert werden. Kurzfilme sind ein besonders geeignetes Medium, komplexe Themen anschaulich darzustellen und somit den Weg für einen erfolgreichen und wechselseitigen Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu ermöglichen”, so Jury-Mitglied Dr. Thomas Brunotte, der das Projekt bei der VolkswagenStiftung betreut.

Ziel der Initiative nanospots, die von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der science2public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation e.V. initiiert wird, ist es, in einen Dialog mit der interessierten Öffentlichkeit zu treten, sie in die Welt des Nanokosmos einzuführen und mit ihr die Phänomene des Nanokosmos offen und auch kritisch zu diskutieren. “Das Potential der Nanotechnologie im Bereich der Eigenschaftsverbesserung von Produkten des Alltags ist heute allen bewusst, und es gibt viele Produkte, die Nanotechnologie einsetzen.

Über Nanotechnologie ist in den letzten Jahren aber auch kontrovers diskutiert worden, beispielsweise über deren umwelttoxikologischen und toxikologischen Auswirkungen. Leider ist dieser Dialog nicht immer auf Augenhöhe zwischen Wissenschaftlern und breiter Öffentlichkeit geführt worden. Unser Wettbewerb soll über das Medium des Kurzfilms sowie die begleitende Interaktion über die Internetplattform und Medien den öffentlichen Diskurs um die Nanotechnologie konstruktiv fördern und ein besseres Verständnis für die Wechselwirkungen im Nanokosmos erzielen,” so Prof. Ralf Wehrspohn, Nano-Physiker und Projektleiter der Initiative.

Das Nano-Kurzfilm-Festival im Anschluss an den Wettbewerb möchte diesen Prozess verstärken und die Nanowelt auch für eine breite Öffentlichkeit greifbar machen. Eine Jury aus namhaften Expertinnen und Experten aus Nanowissenschaft, Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft treten bereits während des Wettbewerbs zu drängenden Fragestellungen der Nanotechnologie mit Wissenschaft und Gesellschaft in den Dialog und bewerten die Filmbeiträge für das große Finale.

Ab sofort können Studierende, Absolventinnen/Absolventen und (Nachwuchs-)Wissenschaftler/-innen an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und anderen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen europäischen Ländern, die sich mit Nanotechnologie beschäftigen, Nano-Kurzfilme zum Thema “Leben mit Nano: Der Mensch zwischen Natur und Hightech” einreichen und bis zu 5.000 Euro gewinnen. Mit dem Aufruf werden explizit auch interdisziplinäre Teams aus Nano-Wissenschaft, Journalismus/Medien und Film angesprochen. Neben realen Filmen aus dem Nanokosmos sind auch Simulationen und Nano- Zeichentrickfilme sowie 3D-Filme erlaubt, die die Nanowelt realistisch darstellen.

Das Highlight des Wettbewerbs bildet die Preisverleihung im Rahmen des 1. Nano-Kurzfilm-Festivals am 5. Juli 2012 im Vorabendprogramm der “Langen Nacht der Wissenschaften” im MultiMediaZentrum in Halle/Saale. An diesem Abend werden die besten zehn nanospots präsentiert, im Anschluss entscheidet das Publikum live, welche drei Kurzfilme die Hauptpreise von 5.000 Euro (1. Platz, gefördert von der Carl Zeiss Microscopy), 3.000 Euro (2. Platz) und 2.000 Euro (3. Platz) erhalten. Die Erstellung einer publikumswirksamen DVD, die ästhetisch, redaktionell aufbereitet und zusammengestellt wird und die als Instrument der Wissenschaftsvermittlung von Nanotechnologie für weitere Zielgruppen wie Schulen, Multiplikator/-innen im Bereich Bildung und Medien dient, wird die neue Initiative “nanospots” abrunden.

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