“Die Mitarbeiter sollen sich mit uns identifizieren”

Dr. Markus Hilleke und die inform GmbH können auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 zurückblicken.

Auf welche attraktiven Kunden können sich die Absolventen bei der inform GmbH freuen?

Seit der Unternehmensgründung vor 16 Jahren hat sich inform ein erstklassiges Netzwerk an nationalen wie internationalen Kunden aus unterschiedlichen Branchen aufgebaut. Im Bereich Automotiv gehören beispielsweise alle namhaften und renommierten Automobilhersteller als auch Zulieferer zum Kundenportfolio. Aber auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel der Energie- und Medizintechnik, zählen Global Player als auch Hidden Champions zu der Kundenliste von inform.

Wie wichtig ist Ihnen in Ihrem Unternehmen das Betriebsklima beziehungsweise welche Bedeutung kommt dem Umgang mit den Mitarbeitern zu?

Unser Leitmotiv im Bereich der Unternehmenswerte lautet: Menschlich nah. Mit und bei inform zu arbeiten bedeutet Werte zu leben, die uns Zusammenhalt geben. Unsere Werte prägen den besonderen Charakter der Beziehungen, die wir nach innen und außen pflegen.

Was zeichnet die inform GmbH als Arbeitgeber besonders aus?

inform als Familienunternehmen ist inhabergeprägt und steht für Konstanz in der Unternehmensführung und -philosophie. Persönliche Nähe und Beständigkeit in der langfristigen strategischen Ausrichtung sind wichtige Merkmale unserer Identität. Bei uns bilden Beziehungen zwischen Menschen und eine auf gegenseitigem Respekt basierende Unternehmenskultur die Grundlage des gemeinsamen Erfolges.

Die inform GmbH hat 2011 das erfolgreichste Geschäftsjahr seit der Firmengründung abgeschlossen. Worauf führen Sie diese Entwicklung zurück?

Das hat mehrere Gründe. Auf der einen Seite sprechen die harten Zahlen für sich. Einen derartigen Umsatz konnte das Unternehmen bislang noch nicht verzeichnen. Alleine gegenüber dem Jahr 2010 erreichten wir eine Umsatzsteigerung von 40 Prozent. Zum Zweiten ist es uns im letzten Jahr gelungen, wichtige Kunden zu gewinnen und mit ihnen gemeinsam Projekte zu bearbeiten. Gute Beispiele dafür sind Audi, BMW und Porsche. Gerade auf der Vertriebsseite haben wir also die Weichen gestellt, die zu diesem Umsatzwachstum beigetragen haben und auch mittel- und langfristig entscheidend für die Entwicklung des Unternehmens sind.

Was versprechen Sie sich von der neuen crossmedialen Imagekampagne?

Wir als Ingenieurdienstleister müssen uns Gedanken darüber machen, wie wir generell im Markt bekannter werden. Denn Fakt ist, dass die OEM´s wie BMW, Audi, Mercedes, Porsche und VW natürlich bei allen Ingenieuren als Arbeitgeber bestens bekannt sind. Das gilt für inform leider noch nicht. Es ist also unsere Aufgabe, unsere Bekanntheit im Markt zu erhöhen. Ich glaube, das gelingt uns mit dieser magekampagne. Wir nutzen sie ganz gezielt in den unterschiedlichsten Medien. Auf der anderen Seite bietet sie eine gute Möglichkeit, uns unter dem Aspekt des Employer Branding als Arbeitgeber und als Arbeitgebermarke im Markt zu präsentieren. Speziell in diesem Bereich werden wir in den nächsten Monaten und Jahren noch deutlich professioneller agieren, denn wenn es uns nicht gelingt unseren Bekanntheitsgrad bei den Absolventen zu steigern, dann wird unser Wachstum begrenzt sein.

Wie ist die Resonanz auf die neue Kampagne bisher ausgefallen?

Wir haben auf YouTube inzwischen über 1.000 Klicks alleine auf unserem Video von der Imagekampagne. Das zeigt das große Interesse seitens der Bewerber. Allerdings muss man bedenken, dass wir gerade erst anfangen, diesen Brand zu nutzen. Wir erscheinen in unterschiedlichen Hochschulmagazinen und geben Pressemitteilungen heraus. Ich denke, dass sich der Erfolg über die nächsten Monate zeigen wird.

 

Arbeitgeberportale sind für Hochschulabsolventen sehr interessant. Doch auch für Arbeitgeber werden sie immer wichtiger. Auch die inform GmbH ist auf kununu.com vertreten. Die Bewertungen dort sind recht konträr. Wie gehen Sie mit negativen Kommentaren um?

Man muss sich natürlich mit solchen Themen auseinandersetzen. Wir nehmen die Kritik ernst und versuchen, auch mit kritischen Äußerungen offen umzugehen. Auch innerhalb der Führungsrunden thematisieren wir entsprechende Äußerungen und machen uns Gedanken, was wir gegebenenfalls aus dieser Kritik lernen können. Leider gibt es aber auch immer wieder Kritik, die teilweise nicht besonders konstruktiv ist. Von solchen Äußerungen darf man sich nicht vom Weg abbringen lassen. Change- und Restrukturierungsprozesse in einem Unternehmen bringen immer große Veränderungen mit sich. Ich würde mir wünschen, dass die Leute offen miteinander reden, auf mich zugehen und sagen: “Herr Hilleke, können wir uns nicht zusammensetzen und uns austauschen?” Das ist deutlich produktiver, als auf manchen Plattformen anonym gegen ein Unternehmen zu wettern.

Sie verfolgen weiter eine Expansionsstrategie und wollen auch in diesem Jahr eine große Anzahl neuer Arbeitsplätze schaffen und neue Standorte erschließen. Auf der anderen Seite proklamieren Sie eine ?Nah dran am Mitarbeiter?-Philosophie und stehen für eine familiäre Unternehmenskultur ein. Wie wollen Sie diesen Spagat schaffen?

Das ist sicherlich eine Herausforderung. Wenn es einfach wäre, würden es wohl alle machen. Ich glaube es gibt auch kein Patentrezept dafür. Aber wir werden auf jeden Fall versuchen, trotz Wachstum unsere Nähe nicht zu verlieren. Damit meine ich die Nähe zum Kunden aber auch insbesondere zu unseren Mitarbeitern. Mein Kollege Can Konsul und ich sind zum Beispiel erst kürzlich bei Audi in Neckarsulm gewesen. Wir haben die Chance genutzt und uns mit unseren Mitarbeitern, die dort in den Projekten eingebunden sind, vor Ort getroffen. Im Frühjahr waren wir auf Deutschlandtournee. Wir fuhren an alle Standorte, um uns persönlich und als Geschäftsführung vor Ort zu präsentieren. Dabei waren die Mitarbeiter zu einer Kommunikationsrunde eingeladen. Natürlich wird es mit zunehmendem Wachstum schwieriger, die face-to-face-Kultur zu wahren. Daher sind wir gerade dabei, unsere Kommunikationsstrategien und Kanäle gemäß web 2.0 noch weiter auszubauen und zu professionalisieren. Das soll uns ermöglichen, die Nähe zu unseren Mitarbeitern zu wahren – auch wenn wir nicht live vor Ort sind …

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Über das Unternehmen: 

Die inform GmbH ist als Engineering-Partner für sämtliche ingenieurtechnischen Fragestellungen entlang der Wertschöpfungskette  im Markt etabliert. Ihre Kunden sind namhafte nationale und internationale Unternehmen aller Branchen. Fahrzeugtechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau haben sich seit Beginn der Aktivitäten von inform als Kerngeschäftsfelder entwickelt.

http://www.inform-karriere.de/


Dr. Markus Hilleke, 47, hat Maschinenbau mit Schwerpunkt Fertigungstechnik an der RWTH Aachen studiert. Seit dem 1. April 2011 ist er zusammen mit Can Konsul Geschäftsführer des Ingenieurdienstleisters inform GmbH. Dort verantwortet der die Bereiche Stategie und Organisationsentwicklung, Marketing und Business Development sowie Personal.

 


academicworld Crossmedia

Dieser Artikel ist die erweiterte Online-Version des zuerst im Magazin HI:TECH CAMPUS  Juli – September 2012 erschienenen Artikels “Die Mitarbeiter sollen sich mit uns identifizieren”.


Stand: Sommer 2012

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