An Open-Source führt kein Weg mehr vorbei

Es war bis vor einiger Zeit noch so, dass die Akademikerwelt eine recht in sich geschlossene, ja fast schon elitäre Vereinigung an Wissenschaftlern und Forschern war. Nur die wenigsten der Publikationen in den vielen Sparten drangen jemals an die Öffentlichkeit vor, so dass das Wissen meist jene vorbehalten war, die sich sowieso schon mit der Materie befassen. Erst die steigende Medienpräsenz der sogenannten Popular Science – also jene Wissenschaften, die man mit guter Unterhaltung auch Menschen außerhalb der Akademien nahebringen kann – hat dafür gesorgt, dass immer mehr Wissen immer mehr Menschen zukommt. Das hat auf lange Sicht sehr viel mehr Vorteile als Nachteile, ist aber aktuell noch immer nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn das viel größere Übel sind immer noch die Bedingungen bei vielen Publikationen. Die Lösung muss hier eindeutig heißen: Weg frei für Open-Source Daten.

Rechte an Artikeln behalten

Zunächst einmal muss kurz erklärt werden, dass viele Akademiker nur dann wirklich Erfolge erzielen, wenn sie ihre Arbeiten einem Publikum vorstellen, denn anders gibt es schwere Zeiten, um an Forschungsgelder zu gelangen. Da die meisten Arbeiten entweder über Konferenzen sowie in Publikationen in Fachmagazinen stattfinden, muss man entweder auf das Wort vertrauen, oder seinen Artikel an das Magazin „verkaufen“. Im Umkehrschluss bedeutet das dann, dass man nicht mehr länger den eigenen Artikel besitzt, sondern sämtliche Rechte daran abtritt. Die Verlagshäuser können damit dann also tun und lassen was sie wollen. Und natürlich wollen sie daran Geld verdienen. Wer also Interesse an einem Artikel hat, muss ihn kaufen. Das hält durchaus viele Personen zurecht davon ab, denn das Geld geht nicht an den Urheber, sondern den Verlag. Es muss also zum obersten Recht kommen, dass Akademiker die Hoheit über ihre Artikel und Arbeiten behalten. Und das geht aktuell lediglich mit Open-Source Seiten und Anbietern, bei denen man selber dafür entlohnt werden kann, wenn die eigenen Artikel gekauft werden.

Mehr Verantwortung übernehmen

Es ist also an der Zeit, dass Akademiker ihre eigenen Arbeiten in die Hand nehmen und sich gegen diese ausbeuterischen Praktiken auflehnen. Denn genau wie beim Book of Ra sollte auch hier jeder seines eigenen Glückes Schmid sein. Die eigene Arbeit leichtfertig abzugeben in der Hoffnung, dass die Verlage ein größeres Publikum erreichen, mag zwar ein legitimer Grund sein, an diesem archaischen System festzuhalten, allerdings bedarf es ganz allgemein im Akademikertum eine Neuausrichtung. Denn nach wie vor werden zu viele Inhalte nicht an die Massen weitergegeben, sodass wichtige Informationen zu oft auf der Strecke bleiben. Es böte sich daher an, mal wieder ein wenig mehr Risiko zu gehen. Sei es die Option für das beste Online Casino oder auch die Veröffentlichung der eigenen Arbeiten für lau. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, endlich wieder mehr Eigenverantwortung zu übernehmen.

Am Ende des Tages scheinen aber immer noch die akademischen Verlage und die Universitäten selber das Blatt in der Hand zu halten, denn sie entscheiden oftmals darüber, was überhaupt erst veröffentlicht werden kann und soll. Allerdings sollte man auch hier anfangen, über progressivere Alternativen nachzudenken, für das Wohle der Allgemeinheit.

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