„Young Adam“: Kosmische Verlorenheit und Sex

Arthaus statt Blockbuster: Jede Woche eine besondere Filmempfehlung von Academicworld-Filmexpertin Nathalie Mispagel – für alle, die richtig gute Filme lieben und genau deshalb gerne mal ratlos in der Videothek stehen. 

 

 

Radikal spröde, schonungslose Adaption eines existenzialistischen Romans von Alexander Trocchi, die als Studie abgründiger Trostlosigkeit besticht. Schottland in den 1950er Jahren: Ein junger Drifter, emotional gleichgültig und der Welt längst entfremdet, heuert als Hilfskraft auf einem Binnenfrachtschiff an. Weder seine Affäre mit der Bootsbesitzerin noch der Fund einer Wasserleiche können ihn aus seinem Dasein reißen, das immer tiefer in seelische Lethargie und Auflösung führt.

Empfehlung: Für alle, die mit der ’kosmischen Verlorenheit’ des Existenzialismus vertraut sind.

„Young Adam“

Großbritannien 2003
Regie: David Mackenzie
Darsteller: Ewan McGregor, Tilda Swinton, Peter Mullan, Emily Mortimer

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