Wer bin ich, wer will ich sein?

Kann ich mich selbst neu erfinden, wenn mir nicht gefällt wer ich bin? So die Grundfrage des Films „Daydream Nation – Drei sind einer zu viel“, den es seit 14. Februar auf DVD im Handel gibt.

Wer bin ich, wer will ich sein?

Was nun: Lieber den smarten Jüngling oder den hübschen Lehrer? © Universum Film

Neuanfang im Niemandsland

Für Caroline Wexler (Kat Dennings) ist es der Alptraum schlechthin, als ihr Vater (Ted Whittall) sie nach dem Tod der Mutter zwingt ihr letztes Schuljahr statt in der Großstadt, in der sie aufgewachsen ist, in einem kleinen Kaff mitten im Nirgendwo zu verbringen. Der einzige Lichtblick: Sie kann sich komplett neu erfinden. Identität der Wahl ist eine männermordende Femme fatale.

Wer bin ich, wer will ich sein?

Am Wichtigsten: Den eigenen Weg finden. © Universum Film

Erstes Opfer der gutaussehende, aber einsame Lehrer Mr. Anderson (Josh Lucas). Dumm nur, dass der so einige Probleme mit sich herumschleppt und es nicht eben gut aufnimmt, als sich Caroline lieber mit ihrem Mitschüler, dem schüchternen Thurston (Reece Thompson) einlässt. Als es nebenher auch noch ein Serienkiller auf junge Mädchen abgesehen hat und  am Horizont der giftige Rauch eines industriell verursachten Feuers schwelt, spitzt sich die Lage zu. Bald stellt sich nicht mehr nur Caroline die Frage, wer sie überhaupt sein will.

Charmante-skurriles von der High-School-Front

Schon 2010 entstanden kommt „Daydream Nation“ nun im Zuge des TV-Erfolgs von Hauptdarstellerin Dennings in „2 Broke Girls“ auch bei uns auf den Markt. Hier also quasi das jüngere Model der altklugen Max. Zynisch und abgeklärt quasi als Hausmarke, hier allerdings noch mit der ein oder anderen Illusion mehr. Obwohl sie den Rollentypus der sexy sarkastischen Göre von Nebenan einmal mehr ganz wunderbar und mitreißend verkörpert, würde man sie gerne auch einmal mit einem anderen Eigenschaften-Sortiment versehen erleben.

Weil hier aber auch die anderen Jung- und Altdarsteller ganz wunderbar agieren, wollen wir das noch einmal verzeihen. Auch der stimmige Soundtrack hebt die leicht verrückte Geschichte aus dem High-School-Alltag von der Masse ähnlich gelagerter Filme ab. Vielleicht nicht DER große Wurf, aber ein charmant-ungewöhnliche Independent-Produktion aus Kanada.

Gisela Stummer (academicworld.net)


Wer bin ich, wer will ich sein?

Daydream Nation – Drei sind einer zu viel

Regie: Michael Goldbach
Darsteller: Kat Dennings, Reece Thompson, Andie MacDowell und Josh Lucas

Ab 14. Februar 2014 auf DVD im Vertrieb von Universum Film


Stand: Februar 2014

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