Wenn einer eine Reise tut …

… dann kann er was erzählen. Das wissen Antje Blinda und Stephan Orth schon aus ihren Büchern „Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt“ und „Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt“. Nun haben sich die beiden mit Hilfe der Spiegel Online Leser auf neue Gleise begeben und sich mit „Sorry, wir haben uns verfahren“ den Kuriositäten im Bahnverkehr gewidmet.

Wenn einer eine Reise tut …
© Christian Lung/pixelio.de

Scherze auf Schienen

Der regelmäßige Zugreisende braucht viel Geduld und Humor. Dafür wird er manchmal mit Geschichten belohnt, die fast zu wüst klingen, um wahr zu sein. Egal ob sich der Schaffner während der tollen Tage als Karnevalsprinz ausgibt, man sich per Durchsage für die Verspätungen bedankt oder mit gigantischen Englischkenntnissen Eindruck macht – eine Fahrt mit der Eisenbahn kann den persönlichen Anekdotenschatz enorm bereichern. Egal ob unfreiwillig komisches Personal, schlagfertige Schaffner oder missgelaunte Mitreisende, hier versammelte sich das gesamte Panoptikum des Bahn-Irrsinns. Daneben noch interessante Fakten zum Thema, historisches Hintergrundwissen und eine charmante Typisierung potenzieller Mitreisender.

Wenn einer eine Reise tut …

Und: Praxistest bestanden. Selbst eine eigene Verspätung ist mit diesem Buch als Lektüre nur halb so schlimm. Da kann man schon mal eben das halbe Abteil davon überzeugen, dass Zugfahren trotz allem die bessere (oder zumindest unterhaltsamere) Alternative ist.

Gisela Stummer (academicworld.net)

Antje Blinda/Stephan Orth. Sorry, wir haben uns verfahren. Kurioses aus der Bahn
8,99 Euro. Ullstein Verlag
 

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