Weiße-blaue Gypsies oder: Bayern liegt am Balkan

Ruhig sitzenbleiben ist nicht möglich, wenn die 4 Jungs von Django 3000 mit ihrer unnachahmlichen Mischung aus Pop- und Gypsy-Musik, gerne mit einem Hauch Balkan und bayerischem Text, loslegen. Das neue Album „Hopaaa!“ fängt da an, wo der Erstling aufhört: Lebensfreude pur!

Weiße-blaue Gypsies oder: Bayern liegt am Balkan
Rau und ungeschliffen wie die Musik darf auch schon mal die Location für’s Fotoshooting sein. © Thorsten Harms

Wuid Und Laut

Ein wenig Pop, ein wenig Rock, ein wenig Balkan und viel Bayerisch und vor allem „Wuid Und Laut“ – das ist nicht nur der erste Titel des neuen Albums, sondern das sind Django 3000 generell. Dass sie fantastische Musiker sind, haben drei von den vieren schon als Luftmentschn unter Beweis gestellt. Irgendwo zwischen Jazz, Klassik, Folk, Pop, Tango, Landler und Klezmer haben Geiger Florian Rupert Starflinger, Kontrabassist Michael Fenzl und Schlagzeuger Jan-Philipp Wiesmann fleißig Preise und Publikum gesammelt, dann aber beschlossen doch lieber Musik für ein stehendes und tanzendes Publikum zu produzieren. Als Verstärkung kam noch Sänger und Gitarrist Kamil Müller dazu, der den Liedern mit Stimmvolumen und ganz viel Gefühl in der Stimme den letzten unverwechselbaren Schliff gab.

Und dann kam die „Heidi“. Die hat mancher vielleicht sogar schon im Radio gehört und gespürt, was die Musik der „fahrenden Strizis aus dem Chiemgau“, wie sie sich nennen, mit einem Macht. Ruhig sitzen ist nämlich nahezu unmöglich, wenn man diese wilde Songmischung auf den CD-Spieler packt. Schon der selbstbetitelte Erstling war und ist ein ganz großer Wurf. Wem da nicht wenigstens eines der Lieder gefiel … nein, der muss wohl erst noch erfunden werden. Jetzt also Nummer 2 – für viele Künstler ja ein wenig bang in Angriff genommen. Davon ist hier nichts zu spüren. Ganz sie selbst geben Django 3000 vom ersten Titel an Vollgas. Und sie packen den Hörer sofort. 

Auf Und Davo

Die „Wuide Weide Welt“ kann kommen. Mit der unnachahmlichen Mischung aus purer Lebensfreude und musikalischem Können jagen sie mit Höchstgeschwindigkeit durch 12 neue Titel und beweisen, dass man auch mit einem „Herz Wia A Messa“ wild ums Feuer tanzen kann – oder gerade da mit. Bodenständig, wild und unbändig geht es zu auf „Hopaaa!“ Abwechslungsreicher war das Album Nummer 1, aber weiterschalten möchte man eigentlich auch beim Neuling keines der Lieder. 

Weiße-blaue Gypsies oder: Bayern liegt am Balkan

Was mir persönlich ein bisschen fehlt – aber was hindert mich die alten Lieder weiter zu hören? – sind ähnlich entspannt lässige Autofahrlieder wie „Tchavo“ und „Django Django“. Das war einfach Sommer, Sonne und Relaxen … aber schließlich haben wir jetzt längst Herbst und da kommen die feurigen Nummern von Hopaaa! gerade recht, damit uns noch ein wenig warm bleibt.

Gisela Stummer (academicworld.net)

Django 3000. Hopaaa!
südpolrecords

Mehr Info: www.django3000.de 
www.suedpolmusic.de  

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