Was geschah mit dem kleinen Teddy?

Auf einem abgelegenen Friedhof findet Journalistin Maddie das Skelett eines kleinen Jungen. Die Suche nach dem Mörder startet …

Durch Zufall findet Journalistin Madeline Dare das Skelett eines kleinen Jungen auf einem verfallenen Friedhof. Die Ermittlungen ergeben rasch die Identität und Todesursache – der dreijährige Teddy wurde schwer misshandelt. Als Maddie der Wahrheit auf die Spur kommt, wird sie brutal überfallen und schwer verletzt. Wer versucht hier die Tatsachen zu verschleiern und warum musste Teddy sterben? Und warum benimmt sich Astrid, Maddies einst beste Freundin, so seltsam?

Fehlende Spannung und unglaubwürdige Elemente

Eigentlich versprach der Klappentext einen spannenden Kriminalroman, doch leider wird dies nicht eingehalten. Die Handlung zieht sich extrem, ist stellenweise äußerst unmotiviert und langweilig. So erfährt der Leser sehr viel über Maddies Leben und ihren Freundeskreis, während die eigentliche Handlung um den Fall des toten Jungen stark in den Hintergrund gedrängt wird. Spannung kommt dabei leider keine auf. Die Täter stehen schon bald fest – Überraschungsmomente werden vermisst. Da Maddie die Leiche lediglich findet, kann sie auch nicht besonders stark in das Geschehen einbezogen werden – zwar bittet die Polizistin Maddie um ihre Mithilfe, doch diese Reaktion ist angesichts dessen, dass die die Journalistin ja eine Zeugin ist, völlig unglaubwürdig.

Betont moderne Sprachwahl

Die langweilige Handlung wird leider auch nicht durch eine betont moderne Sprachwahl aufgewertet. Die Autorin verwendet Worte wie „Scheiße“ inflationsartig, was ab und an ziemlich an den Lesernerven zerrt. Gleichzeitig setzt sie sich zeitweise für die Legalisierung von Hasch ein – auch das erscheint äußerst seltsam angesichts des schwerwiegenden Themas der Kindesmisshandlung. Die Handlung krönt darin, dass Maddie ihren Angreifer, der bereits am Boden liegt, mit mehreren Kugeln niederschießt – eine äußerst brutale und unnötige Tat.

Fazit: Leider sowohl inhaltlich als auch sprachlich ein sehr schwacher Roman. 

MTS, academicworld-userin

Cornelia Read. Der Junge, den niemand sah.
dtv. 9,95 Euro.

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