Von bunten Pillen und dem Leben ohne sie

Seit vielen Jahren ist Marta mit Hector verheiratet. Jeden Tag versucht sie für ihren Mann die beste Ehefrau zu sein und kümmert sich als Hausfrau um alles. Doch plötzlich beginnt Marta eigenhändig, ihre Psychopharmaka abzusetzen. Wie unsere Userin Jennifer das Buch beurteilt, lest ihr hier.

Während Marta wie üblich ihre Zeit täglich mit dem üblichen Hausputz verbringt, ist ihr Ehemann an seinem Arbeitsplatz – doch seit Marta ihre Tabletten einfach so abgesetzt hat, ist sie längst nicht mehr alleine daheim. Immer wieder bekommt sie Besuch – von einem jungen und blonden Mädchen.

Normalerweise gefällt mir der Schreibstil der Ich-Perspektive nicht wirklich. Doch der Autorin ist es bei diesem Buch gelungen, den Leser direkt in die Gedanken einzubeziehen, ohne sich selbst in die Figur hinein versetzen zu können. Somit kann der Leser die Gefühle und Gedanken Martas wunderbar verstehen, kann dennoch ohne schlechtes Gewissens über sie urteilen.

Besonders gut an dem Schreibstil gefiel mir, dass man das Gefühl hatte, wirklich jede Gedankenentstehung mitzuerleben.

Die Geschichte beginnt mitten drin. Vorerst hatte ich als Leser Schwierigkeiten zu verstehen, was überhaupt passiert, worum es geht. Doch schnell bin ich hinein gekommen, war gefesselt und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

„Ich weiß was du bist“ ist ein Psychothriller – man sollte also nicht eine große Liebesgeschichte oder eine grausame Mordserie erwarten. Dennoch kann man sich gewiss sein, dass dieses Buch sehr viel Spannung und Freude verspricht!

Emma Chapman ist ein wunderbares Buch über die Angst und Psyche einer Hausfrau gelungen. Seit langem habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so sehr gefesselt hatte und ich habe es auch schon sofort weiter verliehen. 

Jennifer Wunsch (academicworld.net-userin)

Ich weiß, was du bist. Emma Chapman.
8,99 Euro. Knaur.

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