Tödliche QR-Codes?

Die bei Smartphone-Besitzern allseits beliebten QR-Codes lassen sich zur gezielten Tötung von Menschen verwenden?! Diese und andere dunkle Geheimnisse bringt der Hauptcharakter des Death Book vom Schriftsteller Andreas Winkelmann bei den Recherchen zum angeblichen Selbstmord seiner Nichte Kathi ans Licht.

Nach dem plötzlichen Tod seiner Nichte stehen Andreas Winkelmann und seine Verwandten vor einem Haufen von Fragen: „Wie konnte es dazu kommen?“ und „Warum starb Kathi?“, um nur einige davon zu nennen. Anders als die Eltern des Mädchens und die Polizei gab sich der Thrillerautor nicht mit einem Selbstmord als Todesursache zufrieden. Dabei bringt er sich selbst und andere Menschen mehrfach in Todesgefahr. Für Spannung ist garantiert. …     

Die Kritik

Sprachlich ist der Thriller auf gutem Niveau. Der Autor erfindet das Rad deswegen aber nicht neu. Es ist ein, solide geschriebener, Thriller, der über einige Stunden für gute Unterhaltung sorgt. Seine gesellschaftskritischen Aspekte und seine Aktualität sind jedoch nicht alltäglich und deshalb ist die Lektüre für Genrefans und alle anderen Interessierten durchaus zu empfehlen.   

Gesellschaftskritik

Gegen Ende des Buches fängt man als Leser an, zu bemerken, dass man als dauererreichbarer „Onlinemensch“ genauso leicht Opfer des Killers hätte werden können wie Kathi oder ein anderer Charakter des Buches. Die im realen Leben durchaus umsetzbaren Methoden des Death Book-Killers sind mit ein wenig technischem Know-how und Geschick kein Hokuspokus. 

Ich finde, dass der Autor mit dem Werk genau auf Höhe der Zeit ist und mit sehr guten Recherchen ein glaubhaftes und leider auch erschreckend reales Szenario erschaffen hat, das uns alle zum Nachdenken anregen sollte.    

Fazit

Dieses Buch ist lesenswert, gerade weil das Thema so aktuell ist. Ich empfehle das Buch als E-Book zu lesen, da es sich nicht nur um einen „digitalen Abklatsch“ des Taschenbuches handelt, sondern um ein mit sehr viel „Liebe zum Detail“ umgesetztes „modernes“ E-Book. So werden, wenn der Hauptcharakter beispielsweise einen Brief seiner verstorbenen Nichte liest, Tränen animiert, die auf der „digitalen Buchseite herunter kullern“. Außerdem lassen sich sämtliche „digitalen“ Handlungen, wie zum Beispiel SMS oder Handyvideos, direkt ins E-Book integriert als interaktive Chatverläufe und Videos mitlesen und „-erleben“. 

Marvin Lauser (academicworld.net-user)

DEATH BOOK. Andreas Winkelmann.
Rowohlt. 14,95 Euro.

P.S.: Ein Tipp für Interessierte – unter www.deathbook-der-thriller.de lässt sich die Episode 1 des Buches kostenlos herunterladen.   

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