Todd Ritter „Das Schweigen der Toten“

Das Cover sagt eigentlich schon alles: Es wird blutig, es wird unappetitlich, kurz und gut: Es wird genau das, was der Leser erwartet – ein perfekt konstruierter Thriller!

rororo, 2011

Der Tote im Sarg
Auf einer Landstraße wird ein grob gezimmerter Sarg gefunden; die Polizeichefin, Kat Campbell glaubt ihren Augen nicht zu trauen, als sie den Deckel abhebelt. Ein Einheimischer aus Perry Hollow, einer kleinen, verschlafenen amerikanischen Stadt, liegt darin, tot, mit Pennys auf den Augen und vernähtem Mund…

Damit beginnt ein Thriller, wie er besser nicht sein kann! In einer äußerst ruhigen Kleinstadt, wo fast jeder jeden kennt und man weder Türen noch Autos verriegelt, wird erst der Lieferwagen des ortsansässigen Blumenhändlers gestohlen, dann wird die Leiche des unbescholtenen Bürgers George in eben dem Sarg mitten auf einer Straße gefunden und das Unheil nimmt seinen Lauf…
Gleichzeitig geht bei dem Lokalblatt eine Todesmeldung von George ein. Allerdings wurde das Fax mit der Meldung schon vom Abend vorher geschickt.
Einige Monate später geschieht ein ähnlicher Mord und wiederum schickt ein Unbekannter schon vorher ein Fax mit dem genauen Todeszeitpunk an die Zeitung.
Neben all der Spannung, die der Fall mit sich bringt, gerät auch noch Chief Kat Campbells kleiner, behinderter Sohn ins Visier des Täters…

Der Autor Todd Ritter
Todd Ritter, geboren im ländlichen Pennsylvania, begann seine Karriere als Filmkritiker und war dann als Polizeireporter tätig. Seit vielen Jahren ist er Journalist bei «The Star-Ledger», New Jerseys größter Tageszeitung. Er schreibt erfolgreich Theaterstücke und Kurzgeschichten. „Das Schweigen der Toten“ ist sein erster Roman.

Positive Figuren
Die Figuren, die zu den Guten zählen, nehmen den Leser gleich für sich ein, Kat Campbell als liebende Mutter, allein erziehend, mit einer übermächtigen Mutter vorneweg. Ihr zur Seite der seltsame, aber hilfsbereite Nachrufschreiber Henry aus der Zeitungsredaktion, der ein schreckliches Erlebnis aus seiner Vergangenheit nicht verwinden kann. Er trauert, lebt deshalb auch nur für sich allein und tut Buße, weil er sich schuldig fühlt. Und dann ist da noch Nick, der zuerst den Eindruck eines typischen Bundespolizisten macht, sich dann aber als herzensgut und mehr als fähig entpuppt, obwohl auch er nicht ohne Probleme lebt.

Fazit
Durch das ganze Buch zieht sich ein starker Spannungsbogen, mit viel Blut und vielen vermeintlichen Tätern. Ich wusste bis zur Auflösung nicht, wer es wirklich war. Dadurch gab es echte Gänsehautmomente, Herzklopfen und viele Mitratemöglichkeiten. So sollte ein guter Thriller für mich sein. Aus diesem Grund würde ich jedem Thriller-Liebhaber „Das Schweigen der Toten“ uneingeschränkt empfehlen.

9,99 Euro
384 Seiten
rororo (1. Februar 2011)


Stand: April 2011
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