Surf-Action aus Australien

Gewaltige Kulissen, spektakuläre Surfszenen und eine von Tatsachen inspirierte Geschichte – all das vereint der australische Film „Drift – Besiege die Welle“. Dabei haben übrigens die Darsteller komplett auf Stuntdoubles verzichtet. Seit 23. Juli auf Blu-ray und DVD.

Surf-Action aus Australien
Egal ob am Strand oder im Geschäft – auf den Zusammenhalt kommt es an. © Ascot Elite Home Entertainment

Ausbruch als Familienmotto

Schon mit dem Einstieg in die Filmwelt von „Drift“ wird klar: Die Familie Kelly neigt zum Ausbruch aus dem Gefängnis des Alltags-Trotts. Mama Kelly (Robyn Malcolm) mopst dem Herrn Gemahl den Autoschlüssel aus der Tasche, während der seinen Rausch ausschläft, packt ihre beiden halbwüchsigen Jungs Andrew und Jimmy und brettert los in ein besseres Leben. Leider macht schon auf halber Strecke die Karre schlapp. Also bleiben sie einfach genau dort. Die gigantischen Wellen haben es den Jungs auch schnell angetan. Hier ist Surfen Lebensinhalt. Kein Wunder, dass ein erwachsener Andy (Myles Pollard) Anfang der 70er Jahre auf den Gedanken kommt statt dem stumpfsinnigen und anstrengenden Job im Sägewerk ein Surf-Label zu kreierten, das genau den Lifestyle der Surfer an der australischen Westküste verkörpert. Perfekte Boards und lässige Klamotten für ein Leben am Meer und mit den Wellen.

Schnell hat er die Frau Mama und den begabten Surfer von Bruder (Xavier Samuel) von der Idee überzeugt. Mama näht die schnittigen Outfits, der Bruder fertigt Board-Rohlinge, Kumple Gus (Aaron Glenane) sorgt für deren kunstvolle Lackierung und Andy entdeckt sein Verkaufstalent. Oberste Maxime: Wenn die Wehlen hoch sind gehen alle surfen und nur bei Flaute wird geschuftet. Leider läuft aber nicht alles so glatt wie gedacht: Die Bank will für so eine Dubiose Idee (Ihr wollt mit Ausrüstung für die Freizeit Geld verdienen?) kein Geld lockermachen, eine schöne Frau (Lesley-Ann Brandt) ist ganz nach dem Geschmack beider Brüder und dann gleitet auch noch Gus ab in die Heroinsucht und handelt sich mit einem gewaltbereiten Dealer mächtig Ärger ein. Jetzt kann nur noch ein Sieg gegen den erfolgreichsten Surfer der Welt helfen …

Surf-Action aus Australien

Gigantische Bilder, ausbaufähige Story 

Allein die Westaustralische Kulisse mit dem gigantisch blauen Meer und den riesigen Wellen, auf denen sich die kleinen Surfer fast verlieren sind es schon wert diesen Film anzuschauen. Auch die Charaktere sind gut gezeichnet, die Zeit, als unter den Surfern mittunter aus verschrobenen Hippies richtige Geschäftsleute wurden, glaubhaft dargestellt. Leider ist die Geschichte nicht immer unbedingt innovativ. Vor allem die Drogenepisode um Gus hätte entweder deutlicher geschildert oder ganz herausgelassen werden sollen. Dafür beeindrucken die, ganz ohne Stuntleute gefilmten Surfszenen. Für alle Freunde von Wellen und Wasser aber mit Sicherheit ein Geheimtipp.

Gisela Stummer (academicworld.net)

DRIFT – BESIEGE DIE WELLE

Regie: Morgan O`Neill, Ben Nott
Darsteller: Sam Worthington, Xavier Samuel, Lesley-Ann Brandt, Sean Keenan, Robyn Malcolm, Myles Pollard, Steve Baston

Im Verleih von  Ascot Elite ab  23.07.2013 auf Blu-ray und DVD im Handel

http://www.drift-derfilm.de  

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