Suche 3 Zimmer, Küche, Bad

Generation Praktikum, steigende Mietpreise, zu wenige Studienplätze …Wir haben es schon nicht einfach. Auch die acht Freunde in Dietrich Brüggemans Film „Drei Zimmer/Küche/Bad“ ärgern sich mit diesen und anderen Problemen herum und müssen sich die Frage stellen, was Freundschaft in dieser schnelllebigen Zeit eigentlich bedeutet.

Die acht Freunde helfen sich immer wieder beim Umzug

Tausche Männer-WG gegen Stuck und abgezogene Dielen

Maria zieht für die Liebe zu Philipp nach Berlin, doch der liebt eigentlich seine beste Freundin Dina. Die wiederum trennt sich von ihrem Freund und spannt Philipps Schwester Wiebke, ihrer Mitbewohnerin, die neue Liebesbekanntschaft Michael aus, der sich im Laufe der Geschichte als wahrer Don Juan entpuppt. Thomas sagt der Männer-WG mit Philipp ade , um mit seiner Freundin Jessica in eine schnieke Wohnung zu ziehen, die sich eigentlich deutlich über deren Budget befindet. Doch die Beziehung ist schon längst erkaltet, was den beiden am Weihnachtsfest zwischen Umzugskartons erst richtig bewusst wird. Jessica stürzt sich in eine Affäre mit Michael, was Dina natürlich nicht verborgen bleibt … Und auch Thomas beginnt eine telefonische Fernbeziehung mit Wiebkes und Philipps Schwester Swantje, die er an Sylvester kennengelernt hat. 

Auch die Eltern bleiben vom ganzen Chaos nicht verschont, und zeigen, dass dieses Hin- und her nicht nur eine Erscheinung in der jüngeren Generation ist.

Nicht alles steht unter einem guten Stern

Freud und Leid gehen hier Hand in Hand. Es müssen Wohnungen gekündigt und gesucht, gut situierte Bewerber ausgestochen und Umzugskartons gepackt werden. Bei allem Trubel helfen sich die acht Freunde immer wieder gegenseitig, quer durch Berlin- und quer durch Deutschland.

Dabei muss jeder mit mehr oder weniger großen Probleme kämpfen: Philipp will unbedingt Fotografie studieren, wird aber immer wieder abgelehnt, Thomas muss sich mit kleineren Aufträgen über Wasser halten und erstellt monatelang Ausstellungskataloge. Maria hat für die Liebe zu Philipp ihr Studium geschmissen, um zu ihm nach Berlin zu ziehen und wird  schon auf der gemeinsamen Umzugsfahrt von Freiburg in die Hauptstadt sitzen gelassen. Wiebke verausgabt sich in ihren unbefristeten Jobs und wird trotzdem nie übernommen.

Generation Praktikum

Dietrich Brüggemann befasst sich in „Drei Zimmer/Küche/Bad“ mit einem Thema, das so noch nie im Mittelpunkt eines Films stand: Dem Umzug. 

Früher zog man vielleicht ein- bis zweimal um, wenn überhaupt. Doch in unserer heutigen Generation sind Umzüge durch halb Deutschland schon fast zur Normalität geworden. Studium in Dresden, ein Praktikum in Hamburg, den Master in München … da fällt es schwer, irgendeinen Ort als sein Zuhause zu deklarieren. In diesem Ensemblefilm wird gezeigt, was eigentlich wirklich als Heimat bezeichnet werden kann: Freundschaft.

Dem anfangs scheinbar undurchschaubaren Beziehungswirrwarr gibt der Film geschickt Struktur, sodass der Zuschauer schnell den Durchblick gewinnt.

Viele Situationen sprechen einem aus der Seele: Welcher Student stand noch nie in seiner Traumwohnung – leider auch mit 30 anderen, die Hälfte davon finanziell abgesicherte Super-Pärchen? Auch den ein oder anderen Charakterzug, selbst wenn der manchmal – gewollt- überspitzt wirkt, wird man bei sich oder bei Freunden wiedererkennen.

Fazit: Eine leichte Komödie über das Leben und die Liebe, die nicht nur unsere Generation anspricht. Sehenswert!


3 Zimmer/Küche/Bad

Regie: Dietrich Brüggemann
Darsteller: Jacob Matschenz, Robert Gwisdek, Anna Brüggemann, Alice Dwyer, Katharina Spiering, Aylin Tezel, Alexander Khoun, Amelie Kiefer, Corinna Harfouch, Herbert Knaup

Neu auf dem DVD ab dem 5.April 2013 – doch schon jetzt bei academicworld.net dreimal zu gewinnen.

In der Verlosung bist du mit einer E-Mail mit Betreff „Umzug“ an post@academicworld.net. Einsendeschluss ist der 25.3.2013.

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