Skandalöse Machenschaften

Wenn die „Gladiatoren im Anzug“ rund um Olivia Pope zu Hilfe geholt werden, dann steht es schlecht. Ihr Expertenteam für Krisen aller Art ist meisterlich, wenn es darum geht Skandale zu vermeiden und Schwierigkeiten zu umgehen. Ab 5. Dezember gibt es die 1. Staffel von „Scandal“, der neuen Serie von den Machern der Erfolgsserien „Grey’s Anatomy“ und „Private Practice“, auf DVD.

Skandalöse Machenschaften
Sie geht auch im Weißen Haus mal eben so ein und aus: Olivia Pope. © 2013 ABC Studios

Eiserne Lady?

Wenn der Zuschauer Olivia Pope (Kerry Washington) kennenlernt, dann tut er das durch die Augen von Quinn. Sie ist der neueste Zugang in Popes Kriseninterventions-Team. Während, wie sich im Laufe von Staffel 1 herausstellt, ihrer aller eigenes Leben eine mittlere bis schwere Katastrophe ist, sind diese Leute in der Lage, schlagzeilenträchtige und lebenszerstörende Schwierigkeiten abzuwenden. Neben Olivia, die dem aktuellen Präsidenten den Weg ins Weiße Haus geebnet hat, gehören zum Team der kürzlich verlobte Frauenheld Stephen Finch, der gnadenlos effiziente und zugleich überaus charmante Prozessanwalt Harrison Wright, die gewiefte Firmenermittlerin Abby Whelan und Huck Finn, ein reichlich geheimnisvoller, aber begnadeter Hacker mit CIA-Vergangenheit – und neuerdings eben Quinn Perkins.

Das Quinn selbst Anwältin ist bleibt kaum mehr als bloße Behauptung. Vor allem taucht sie im Laufe der Staffel immer tiefer ein in die Geschichte von Amanda Tanner, einer ehemaligen Praktikantin im Weißen Haus, die den übergreifenden Handlungsbogen der Staffel bildet. Eine Geschichte, die bald die Karriere des Präsidenten gefährdet und mehrere Menschen das Leben kostet. Der Rest wendet sich dazwischen meist der aktuellen Krise der Folge zu. Das kann dann, je nach Bedarf, eine Entführung, ein Flugzeugabsturz, ein schwuler Militärheld, der durch sein Alibi zwangsgeoutet werden würde, oder die Gattin eines südamerikanischen Despoten, die ihm in den USA entfliehen will, sein. Ziel ist es immer, das Unmögliche zu schaffen. Auch wenn das längst nicht immer möglich ist, wird schnell klar, warum der Wachmann am Weißen Haus zu Olivia sagt: „Wenn Sie auftauchen, lösen sich die Katastrophen in der Regel in Luft auf.“

Skandalöse Machenschaften

Ortswechsel

Die Serienschöpferin von „Scandal“, Shonda Rhimes, gilt als eine der wichtigsten Frauen im US-TV-Geschäft. Diesen Ruf hat sie sich vor allem mit dem Ärzte-Melodram „Grey’s Anatomy“ erarbeitet. Dramatische Operationen, schreckliche Katastrophen (inklusive Geiselnahmen, Flugzeugabstürzen & Co.) und persönliche Dramen hat sie dabei dauerhaft fesselnd vereint. Nun wagt sie den „Umzug“ – an die Ostküste und ins Politische. Inspiriert von George W. Bushs Pressesprecherin Judy Smith, lässt sie mit Olivia Pope eine kühl kalkulierende Krisenmanagerin auf die politischen und privaten Krisen in Washington los. Das Drehbuch sorgt dabei für reichlich Thriller-Momente, im Laufe von Staffel 1 gleiten manche Episoden aber doch stark in bekanntes Rhimes-Gewässer ab und die tragische Liaison von Olivia und dem Präsidenten nimmt viel Raum ein. Spannend bleibt es aber bis zum finalen Cliff-Hanger – bei jeder Einzelfolge, wie auch beim Staffelfinale.

Gisela Stummer (academicworld.net)

SCANDAL – Die komplette erste Staffel

Idee: Shonda Rhimes
Darsteller: Kerry Washington, Columbus Short, Darby Stanchfield, Katie Lowes, Guillermo Díaz, Tony Goldwyn

Ab 05. Dezember 2013 im Vertrieb von The Walt Disney Company Germany auf DVD erhältlich!

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