Sie fürchten weder Tod noch Teufel

Draußen mag vielleicht noch Schnee liegen, aber musikalisch geht es wieder heiß her, denn die Chiemgauer Vollblutmusiker von Django 3000 laden zur Bonaparty. Ab 30. Januar gibt’s Album Nummer 3 im Handel.

Sie fürchten weder Tod noch Teufel
© David Schlichter / südpolmusic

Achtung: Extrem ansteckend!

Gleich bei den ersten Takten von Titel Nummer 1 „Nomoi vo vorn“ beginnen die Beine unweigerlich zu zucken. Wieder einmal haben die Jungs von Django 3000 es geschafft, den Zuhörer von Sekunde eins an in den Bann zu schlagen. Diese Balkanbeats gehen ohne Umwege direkt in die Beine.  Die selbstbetitelte Zigeuner-Rockband liefert erneut einen starken Cocktail aus Gypsy, Polka, Dance und Rock ab. In 12 neuen Songs trotzen sie Tod und Teufel und feiern das Leben – am besten gleichzeitig und mit viel Schwung. Der Titeltrack Bonaparty entstand übrigens während einer Tour durch Russlang zusammen mit der finnischen Band Jaakko Laitinen & Väärä Raha. Deshalb gibt es die 2-Band-Version natürlich noch als Bonustrack obendrauf.

„Wer woaß, wosd ois vasamst, wennst steh bleibst und grod dramst!“ – so das Credo der vier Djangos, die da sind: Florian Starflinger, der Stehgeiger des Wahnsinns; Gitarrist und Frontsänger Kamil Müller, der getürkte Bayer aus der Slowakei; Kontrabass-Don-Giovanni Michael Fenzl sowie Drummer Jan-Philipp Wiesmann, der mit Fenzl so präzise wie ein Uhrwerk tickt. Gar kein Grund also einen „Gruaß ans oide Lem“ zu senden, denn hier geht es so kraft- und schwungvoll wie bei den beiden Vorgänger-Alben weiter. Das Motto ist ganz klar, wie auch bei den Vorgängeralben; „wuide, laute und tanzbare“ Musik zu machen. Aber, wie die Band sagt, unterscheidet sich das neue Album dahingehend von den Vorgängern, „dass wir uns allgemein weiterentwickelt haben. Unsere Texte sind zum Teil ernster geworden und tiefgründiger. Es geht nicht nur ums Partymachen, sondern auch um die Kehrseiten des Lebens wie z. B. in dem Song ‚Hoast as scho G’heat‘. In der Produktion war es uns wichtig mit unseren Instrumenten einen möglichst guten Live-Charakter zu erzeugen und die Songs so zu produzieren, dass sie live genauso fett klingen. Es ist auch immer wieder aufs Neue eine Herausforderung den Sound so zu kreieren, dass man mit anderen Discoproduktionen mithalten kann.“

Auch finden sich zwischen den reinen Partykrachern immer wieder auch ruhigere Titel, etwa jener „Gruaß ans oide Lem“ oder „Wenn i schlof“. Alles in allem aber auf jeden Fall eine Scheibe, bei der „Heidi“ vom ersten bis zum letzten Takt direkt vor der Bühne das Tanzbein schwingen würde. Und wir mit ihr!

Sie fürchten weder Tod noch Teufel

Gisela Stummer (academicworld.net)

Django 3000. Bonaparty.
Rca Deutschland (Sony Music).

Mehr Infos unter: www.django3000.de

Auf dem neuen Album enthalten:
1. Nomoi vo vorn
2. Hey Romale
3. Bonaparty
4. Heast’n blean
5. Gruaß ans oide Lem
6. Sau koid
7. Host as scho g’heat
8. Boom Boom Boom
9. Letzte Nocht
10. Rest da Welt
11. The Shaman
12. Wenn i schlof
13. Heidi
14. Bonaparty (Django 3000 Feat. Jaakko Laitinen & Väära Raha)

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