Sein Ziel kennen und den Weg dorthin finden

Wer wünscht sich das nicht: in einem spannenden Beruf an wichtigen Themen der Zukunft mitzuarbeiten und gleichzeitig genügend Freiraum zur persönlichen Entfaltung zu bekommen? Gibt’s nicht, werden viele Skeptiker jetzt vielleicht sagen. Gibt’s doch, weiß Frank Scholtka, der diese Rahmenbedingungen bei E.ON gefunden hat.

Frank Scholtka an seinem Arbeitsplatz

Betätigungsfeld des 30jährigen, der an der RWTH Aachen Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Maschinenbau studiert hat, sind die Offshore-Windparks von E.ON (Offshore=hohe See), einem der weltweit größten privaten Energieunternehmen. Bei der E.ON-Einheit Climate & Renewables (EC&R) arbeitet er in der Abteilung  „Operations Management & Projects“ der Business Unit Offshore und unterstützt als „Offshore O&M Coordinator“ den Betrieb der vor den Küsten installierten Windparks.

Konkret stehen derzeit zwei große IT-Projekte für die im Bau und in Betrieb befindlichen Windparks auf seiner Agenda: die Einführung bzw. Weiterentwicklung eines Computer-gestützten  Maintenance Management Systems (CMMS) sowie die Einrichtung eines Dokumenten-Management-Systems.  Ziel beider Projekte ist unter anderem eine Standardisierung, da E.ON durch die Einführung einheitlicher Prozesse an allen Offshore-Standorten Synergien nutzen will.  „Als Schnittstelle zwischen der Zentrale und diesen Standorten bin ich sehr viel unterwegs und habe im letzten Jahr all unsere operativen Teams in England, Dänemark, Schweden und Deutschland kennengelernt“, berichtet Frank Scholtka.

Neben den beiden IT-Themen ist er auch noch in die Umsetzung eines Veräußerungs-Projekts eingebunden, bei dem E.ON die Mehrheit der Anteile an einem ihrer Windparks verkauft hat. „Dabei habe ich aus unserer Abteilung heraus unter anderem relevante Prozesse umgestellt“, gibt er einen kurzen Einblick in dieses Projekt, bei dem für die neuen Eigentümer auch bestimmte Berichte geändert bzw. neu eingerichtet werden müssen. Allein dafür war er in den ersten vier Monaten dieses Jahres jeweils an drei Tagen in der Woche in Dänemark. Diese internationale Komponente seiner Tätigkeit weiß Frank Scholtka dabei ebenso zu schätzen wie die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung. Schließlich sind noch nicht alle Erneuerbaren Energien technisch vollständig ausgereift und befinden sich im Vergleich zu älteren Industrien erst am Anfang der Lernkurve.

Zu diesem Bereich der Energiewirtschaft hat sich der Wirtschaftsingenieur, der sich während des Studiums im technischen Bereich auf Produktionstechnologie und im BWL-Bereich auf Technologie- und Innovationsmanagement konzentrierte, schon früh hingezogen gefühlt. „Schon seit meinem Engagement bei einer Aachener Studenteninitiative wusste ich, dass ich thematisch unbedingt bei den Erneuerbaren Energien arbeiten will“, so Frank Scholtka. In der Folge hat er diesen Wunsch konsequent umgesetzt und sich dabei ganz bewusst für E.ON entschieden. „ Das Unternehmen gehört bei Onshore- und Offshore-Energie weltweit zu den Top 10 bzw. Top 5 und engagiert sich langfristig und strategisch im Bereich Erneuerbare Energien“, betont er. Nach einem Praktikum in der Zentrale von EC&R blieb er gleich dort, schrieb im größten E.ON Offshore-Windpark Amrumbank West seine Diplomarbeit und kam über Empfehlungen und Kontakte schließlich zu seinem heutigen Job.

„Ich möchte unbedingt die Erneuerbaren Energien innerhalb des Konzerns weiter vorantreiben“

Men at work

Die größten künftigen Herausforderungen für E.ON sieht er heute in der Finanzierung von neuen Projekten. Da die Errichtung eines Offshore-Windparks mit rund einer Milliarde Euro sehr kapitalintensiv ist, sucht der Energiekonzern Partner und Investoren und verfolgt innovative Geschäftsmodelle wie etwa „Build, Sell, Operate“. Dabei werden Windparks zunächst von E.ON gebaut, anschließend verkauft und dann von dem Energieunternehmen ganz oder mit E.ON zusammen als Service Provider betrieben. Frank Scholtka hofft, durch seine Erfahrungen in dem erwähnten Divestment Projekt künftig auch selbst aktiv zu diesem Modell beitragen zu können.

Nicht zuletzt deshalb gehören Trainings und Fortbildungen für ihn zum Alltag. Sicherheitstrainings beispielsweise, die für den Besuch von Offshore-Windanlagen erforderlich sind, „um schon bald echte Offshore-Luft schnuppern zu dürfen“. Auch Fortbildungen im Bereich Projektmanagement hat er bereits absolviert, um weitere Methoden und Techniken für die von ihm betreuten Projekte an die Hand zu bekommen. Und für seine Tätigkeit in Dänemark stand ein Dänisch-Kurs an. Überhaupt ist der Freiraum zur persönlichen Entfaltung bei E.ON sehr groß. Nicht zuletzt auch ein Verdienst der Vorgesetzten, wie Frank Scholtka betont. „Sie sind immer ansprechbar, geben mir regelmäßig Feedback und Rückendeckung bei allen Projekten, so dass ich engagiert für den Offshore-Wind eintreten kann.“.

Für ihn ist diese Unterstützung Teil einer offenen und kooperativen Unternehmenskultur. Und das nicht nur, weil man sich duzt und ohne Krawatte auskommt. Im Rahmen der Vertrauensarbeitszeit können Zeit und Aufgaben auch selbstständig geplant, Belastungsspitzen durch freie Zeiten ausgeglichen werden. Und während Home Office möglich ist, wird direktes Feedback geradezu erwartet. Wobei auch der Erfahrungsaustauch mit den Kollegen bestens klappt. Frank Scholtka will daher auch in Zukunft für E.ON arbeiten. „Ich möchte unbedingt die Erneuerbaren Energien innerhalb des Konzerns weiter unterstützen und vorantreiben“, sagt er und freut sich auf die Erweiterung seines Aufgabengebiets von Windkraft auf hoher See zu Windkraft an Land.

Beruflich wie privat hält es der 30jährige mit dem deutschen Historiker Theodor Mommsen, der einmal gesagt hat: „Ohne Leidenschaft gibt es keine Genialität“. Für ihn heißt das: Wenn man ein Thema hat, das einen fasziniert und für das man brennt, dann schaut man gerne über den Tellerrand und bildet sich aus eigenem Antrieb weiter. Vor allem aber: Man gibt nicht auf, wenn sich einem Hindernisse in den Weg stellen. Wer so motiviert ist, kann wiederum komplexe Aufgaben lösen und erfolgreich im Team arbeiten. Frank Scholtka hat jedenfalls bei E.ON seinen Weg gefunden und will ihn weiter gehen.


Stand Dezember 2014

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