Schwedenkrimi

Wenn neben einem Selbstmörder ein Zettel mit dem Namen eines Ermittlers liegt, ist das komisch. Wenn ein zweiter Selbstmörder dazu kommt, der eigentlich keiner ist – dann muss wohl Ermittler Martin Beck ran.

Es ist der fünfte Fall für Martin Beck. Doch zunächst scheint der Selbstmord keinen weiteren Zusammenhang mit ihm zu haben – wäre da nicht der Zettel neben der Leiche mit seinem Namen darauf.  Kurz darauf stirbt ein weiterer Mann angeblich auch durch einen Selbstmord in den Flammen eines brennenden Hauses. Doch es dauert nicht lange, bis die Reste eines Zeitzünders in diesem Haus gefunden werden: Wer hatte hier seine Finger im Spiel & warum?

Die Kritik

Obwohl es sich um einen „Martin-Beck“-Krimi handelt, liegt der Fokus nicht auf dem Ermittler selbst, sondern stark auf seinem Kollegen Gunvald Larsson. Der war eigentlich mit der Observation eines Kleinkriminellen betraut – dem zweiten Opfer. Leider führt das dazu, dass die Ermittler kein richtiges Profil haben. Sie machen auch ein wenig den Eindruck, als hätten sie alle keine Lust auf ihre Arbeit.

Während des Lesens tun sich eine Menge Rätsel auf, denn was haben einfache Autoknacker mit einem Profikiller zu tun? Das sorgt zwar grundsätzlich für Spannung, doch die Ermittlungen sind langwierig und kommen immer wieder zum Stillstand. Die Lösung findet sich mit der Zeit durch viele aus dem Zusammenhang gerissene Szenen, die sich am Ende doch zu einem mehr oder weniger stimmigen Bild zusammenfügen.

Am Ende gewinnt der Krimi noch einmal ein bisschen Fahrt, doch das kommt fast etwas zu spät. 

Kathrin Schmidt (academicworld.net-userin)

Alarm in Sköldgatan. Sjöwall/ Wahlöö.
Rowohlt. 8,99 Euro.

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