Pipeline Praetorius is back!

Elisabeth Kabatek lässt in „Spätzleblues“ ihre tollpatschige Helden Pipeline Praetorius ein drittes Mal auf die Menschheit los.

Pipeline Praetorius is back!

Pipeline Praetorius lebt in Stuttgart und trägt das Katastrophen-Gen. Das hört sich jetzt vielleicht lächerlich an, ist aber so. Ihr passieren Dinge, die so eigentlich nur in schlechten Filmen passieren. Die ständigen Katastrophen sind jedoch nicht das Einzige, was ihr Sorgen bereitet. Ihr Freund Leon, der vor kurzem noch ihr Ex-Freund war, arbeitet nun in China, weshalb die Heldin des Romans mit aller Kraft versucht, die Skype-Beziehung am Leben zu erhalten. Die Versöhnung mit Leon gab es kurz vor seiner Abreise am Flughafen, hinter der Sicherheitskontrolle. Deshalb hat Line, wie sie von ihren Freunden genannt wird, jetzt Schulden bei Harald, dem neuen Freund ihrer Mitbewohnerin Lila. Gut, dass Line nach ihrer Arbeitslosigkeit jetzt endlich einen Job in einer Werbeagentur hat, doch ihre Chefin ist ein Biest und einer der Kollegen macht es ihr auch nicht gerade leicht, die Probezeit zu überstehen. Chaos pur- aber kein Wunder, wenn man das Katastrophen-Gen in sich trägt.

„Spätzleblues“ ist der dritte Roman über die mit Katastrophen geplagte Line, doch das lesen der ersten beiden Teile „Laugenweckle zum Frühstück“ und „Brezeltango“ ist für das Verständnis nicht unbedingt notwendig. Schwierig wird es für nicht-Schwaben jedoch beim Lesen der Dialoge, weil viele der teilweise skurrilen Figuren einen sehr starken schwäbischen Dialekt haben. Die Figuren sind es neben den vielen kleineren Handlungen auch, die diesen Roman so lesenswert machen, denn die Rahmengeschichte an sich ist nicht eine der spannendsten. Wer an den Gedanken und Erlebnisse der Pipeline Praetorius teilnehmen möchte, wird es nicht betreuen, den Lachfalten und Dauergrinsen sind garantiert!

Nina Wrage (academicworld.net-Userin)

Elisabeth Kabatek. Spätzleblues
12,99 Euro. Droemer


Stand September 2012

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