Passende Mitbewohner und WGs finden

Durch WGcast sind Zweck-Wohngemeinschaften und Massen-Castings zu einem Relikt der Vergangenheit geworden. Seit September 2011 ist das Portal zweier Studenten aus Heidelberg im Netz zu finden, Tausende WG-Suchende haben dank der pfiffigen Idee schon eine neue Bleibe gefunden. (Edit 2021: Die gibt es nicht mehr.)

Der Hauptunterschied zu anderen Immobilienbörsen liegt darin, dass die gesamte Bewerber-(Vor-)Auswahl per Mausklick erledigt werden kann – und durch das entwickelte System gleichzeitig mehr Wert auf Gemeinsamkeiten zwischen der WG und dem Zimmer-Suchenden gelegt wird.

Interessenten, die ein Zimmerangebot auf www.wg-cast.de anspricht, erstellen sich in wenigen Minuten eine persönliche Visitenkarte: Darin werden neben Alter, Studiengang oder Hobbys auch die bisherige WG-Erfahrung, der aktuelle Ohrwurm und – eher mit einem Schmunzeln – die Zeit, in der morgens das Bad belegt wird, abgefragt. Zudem können die WGs Fragen an die Bewerber stellen, die sie besonders wichtig für ein harmonisches Zusammenleben erachten.

„An Gemeinsamkeiten bei der Freizeitgestaltung oder dem Musikgeschmack kann man doch häufig schon gut abschätzen, ob der potentielle neue Mitbewohner mit der restlichen WG auf einer Wellenlänge liegt“, stellte Sebastian Illing, einer der beiden Gründer des Internetangebotes, am eigenen Leib fest. Er und sein Mitstreiter Felix Klenk leben selbst seit Jahren in Wohngemeinschaften und haben so manches „Mitbewohner-Casting“ mitgemacht.

Bei dem derzeitigen Ansturm auf viele Studentenstädte – vielerorts ist studentischer Wohnraum knapp oder schlicht nicht finanzierbar – kommen nicht selten 50 oder mehr Bewerber auf ein leerstehendes Zimmer, das Telefon der Anbieter klingelt ohne Unterbrechung. Oft wisse man sich nicht anders zu helfen, als „die Leute im Fünf-Minuten-Takt durch die Wohnung zu schleusen oder gar zu Gruppencastings einzuladen“, berichtet Klenk aus Erfahrung. Und am Ende sei man so genervt von der ganzen Prozedur, dass man dann doch den Nächstbesten nehme.

Das alles ist dank WGcast nun deutlich einfacher geworden – und mit der seit neuestem verfügbaren Videofunktion kann man seiner potentiellen Neu-WG ein noch genaueres Bild von sich geben, ohne gleich hunderte Kilometer zum Besichtigungstermin reisen und mit dutzenden Anderen um den freien Platz zu konkurrieren zu müssen. Gerade auch für Studenten aus dem Ausland eine tolle Möglichkeit, eine Unterkunft für ihren Aufenthalt in Deutschland zu finden.

Auf ein Wort! Drei Fragen an Felix, einen der Gründer von WG-Cast.de

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