Monster werden ist nicht schwer?

Ein schreckliches Gesicht macht noch kein erfolgreiches Monster, das muss Sulley an der Monster Uni erst einmal lernen. Dafür lernt er dort aber auch seinen besten Freund Mike kennen. „Die Monster Uni“ liefert die Anfänge der beiden Meister-Schrecker aus Pixars „Die Monster AG“ nach. Seit 14. November im Handel.

Monster werden ist nicht schwer?
Bis sich seine Hoffnungen erfüllen, muss der kleine Mike noch einige Hindernisse überwinden. ©2013 Disney/Pixar. All Rights Reserved.

Zum Schreien …

Als der Zuschauer sie zum ersten Mal traf waren James P. „Sulley“ Sullivan und Mike Glotzkowski die Star-Schrecker der Monster AG. Nachts schleichen sie in Kinderzimmer und sammeln die Schreckensschreie dort ein, denn damit wird die ganze kunterbunte Monsterwelt am Laufen gehalten – Kinderschreie als krisensichere Energiequelle. So die verschroben liebenswerte Grundidee des Films. Zum Schreien komisch war das bisweilen. In der Vorgeschichte haben es nicht nur die Helden schwerer, ein Schreien hervorzurufen, auch der Zuschauer hat weniger zu lachen.

Als kleines Mini-Monster hat es Mike nicht leicht. Er ist ein richtiger Außenseiter an der Schule. Als kleinster und am wenigsten gruseliger Schüler findet er wenig Beachtung. Doch ein Ausflug auf die Schrecketage der Monster AG bringt ihm einen großen Traum: Er will ein berühmter Schrecker werden! Also fleißig lernen. Nach der Schule schafft es das kleine grüne Einauge auch tatsächlich auf die Monster Uni (MU). Aber es scheint, als habe er sich mit dem Studienfach Schreckologie keinen Gefallen getan. Als ihn die gestrenge Dekanin Hardscrabble dann auch noch nach einem äußerst unglücklichen Zwischenfall mit einem wertvollen Schrei-Speicher zusammen mit dem beliebten, aber faulen Schrecker-Sprössling James P. „Sulley“ Sullivan aus dem Angstmacher-Programm wirft, droht der Traum zu zerplatzen. Eine Chance haben die beiden gegensätzlichen Möchtegern-Schrecker aber noch: Wenn sie bei den Schreck-Spielen der Universität den Sieg holen, dürfen Sie zurück. Zu dumm, dass man für die Teilnahme Mitglied einer Verbindung sein muss und niemand die beiden in Ungnade gefallenen haben will … außer den Losern von Omega-Kreischma. Während Mike und Sulley im Verlauf des Wettbewerbs lernen ihre persönlichen Differenzen zu überwinden, stellen sie fest, dass die Langzeitstudenten und Muttersöhnchen aus ihrem Team im Grunde eigentlich gar nicht so übel sind. Aber sind sie auch schrecklich genug?

Monster werden ist nicht schwer?

… ist das nicht

Die Liebe zum Detail war riesig und die technische Brillanz hat seit dem Erfolgsfilm von 2001 sichtlich noch einmal zugenommen. Was aber ein wenig abhanden gekommen ist, das muss man leider feststellen, ist der Hang zur absurden Grundgeschichte. Zu oft hat man das Setting „Amerikanische Uni“ einfach schon gesehen. Und immer wieder gern garniert mit der gleichen Grundhandlung vom Zusammenfinden anfangs so unterschiedlicher Charaktere. Technisch grandios und visuell einfallsreich allein reicht eben nicht, um sich mit den ganz großen Hits aus dem eigenen Haus messen zu können. Schade eigentlich.

Ach ja: Aufgepasst am Anfang beim Besuch in der Monster AG, denn: Mikes großen Helden Frank McCay spricht Torwart Manuel Neuer.

Gisela Stummer (academicworld.net)

DIE MONSTER UNI

Regie: Dan Scanlon
Mit den Stimmen von: Elyas M’Barek („Art“), Axel Stein („Scott „Squishy“ Squibbles“) und Ilja Richter („Mike Glotzkowski“).

Seit 14. November 2013 auf Disney DVD, High-Definition Blu-ray™, als limitiertes Steelbook mit High Definition Blu-ray und Blu-ray 3D™ und als Video on Demand

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