Liz Jensen über das Ende der Welt: Endzeit

Die 16jährige Bethany hat schon in jungen Jahren große Schuld auf sich geladen: Sie ermordete ihre Mutter. Aber nicht nur das. Das unheimliche Mädchen hat schreckliche Visionen über das Ende der Welt.

 

 

Apokalyptische Visionen

Gabrielle Fox, Psychotherapeutin, bekommt einen neuen Fall zugeteilt: Bethany ist 16 Jahre alt, hat ihre Mutter umgebracht und behauptet Naturkatastrophen voraussehen zu können. Gabrielle fällt es alles andere als leicht einen Zugang zu Bethany zu bekommen. Sie ist frech, respektlos und provokativ. Doch Gabrielle gibt nicht auf und ist schockiert als die erste Vorhersehung, ein Hurrikan in Brasilien, eintrifft. Und dies ist erst der Anfang…

Wortgewaltig und bildhaft

Liz Jensens Thriller „Endzeit“ ist rasant, spannend und beängstigend zugleich. Ihr Schreibstil ist wortgewaltig und bildhaft, und lässt sich meistens gut und flüssig lesen. An einigen wenigen Stellen tat ich mich jedoch schwer, und zwar, wenn die wissenschaftlichen Erklärungen überhand nahmen. Diese Stellen wurden jedoch durch das rasante Tempo und die beängstigend aktuelle Thematik ausgeglichen.

Liz Jensens Schreibstil lässt die apokalyptischen, gewaltigen und schrecklichen Bilder direkt vor den Augen des Lesers entstehen. „Endzeit“ enthält erschreckend reale Elemente: Unsere Umwelt gerät immer mehr aus den Fugen. Immer häufiger entstehen Tsunamis, Hurrikans und Erdbeben, immer mehr Menschen verlieren ihre Häuser und Familien. Dieses Buch wird keinen Leser ruhig zurücklassen.

Vielfältige Charaktere

Auch die Charaktere dieses Buches sind vielfältig, interessant und beeindruckend. Gabrielle Fox, vom Schicksal schwer getroffen, hat bei einem Unfall alles verloren: ihren Geliebten, ihr ungeborenes Kind und die Fähigkeit zu laufen. Doch sie ist stark und meistert ihr neues Leben im Rollstuhl. Und das muss sie Gott sei Dank nicht mal alleine – der Physiker Frazer Melville hilft ihr, unterstützt sie wo er nur kann und bringt sogar die Liebe wieder in ihr Leben.
Und vor allen Dingen ist Bethany sehr interessant. Man fragt sich immer wieder, was das Mädchen so weit getrieben hat, dass es seine Mutter umbringt und woher diese Gabe oder besser gesagt dieser Fluch kommt, der sie all die schrecklichen Dinge voraussehen lässt. Sie hat sich abgeschottet, will niemanden mehr an sich heranlassen und anderen Menschen gegenüber verhält sie sich meist verletzend.

Aber nun nehmt euch „Endzeit“ zur Hand und lernt Gabrielle, Frazer und Bethany selbst kennen…

Fazit: Ich lege dieses Buch allen Freunden von apokalyptischen und rasanten Endzeitromanen ans Herz!  

400 Seiten, 14,90 Euro
Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2011)

 

 

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