Licht aus.

Ob unsere Welt, wenn von heute auf morgen die Lichter (sprich die Elektrizität) ausgehen würden, wirklich so schnell zerbrechen würde, wie in der amerikanischen Serie „Revolution“ ist natürlich bloße Spekulation. Eine interessante aber allemal. Seit 19. Februar ist Staffel 1 auf DVD im Handel.

Licht aus.
Miles (links) und sein Lieblingsgegner Tom Neville im Nahkampf. © Warner Home Video Germany

Talking about a Revolution

15 Jahre ist es her, dass ohne Vorwarnung überall auf der Welt, von einer Sekunde auf die andere, die Elektrizität, auf der unser tägliches Leben basiert plötzlich einfach weg war. Das Licht ging aus, das Leben stand still. Seither hat der technische Rückschritt die Welt ins Chaos gestürzt. Regierungen und Verwaltung brachen zusammen. Söldnertruppen übernahmen die Macht. So etwa an der amerikanischen Ostküste in der so genannten Monroe Republik, benannt nach ihrem langsam paranoid werdenden Gründer Sebastian Monroe (David Lyons). Inmitten dieser post-apokalyptischen Welt lebt auch Ben Matheson (Tim Guinee) mit seiner Tochter Charlie (Tracy Spiridakos) und seinem Sohn Danny (Graham Rogers) sowie seiner Lebensgefährtin Maggie (Anna Lise Phillips) friedlich in einer kleinen sich selbst versorgenden Kommune. Bis ihn eines Tages seine Vergangenheit einholt und schließlich sogar das Leben kostet. Vorher setzt er aber noch die entscheidenden Stränge der Handlung in Gang: Seinem Freund Aaron (Zak Orth) übergibt er einen geheimnisvollen Anhänger, den dieser zu einer Frau namens Grace bringen soll und seiner Tochter rät er seinen Bruder Miles (Billy Burke) zu suchen, damit dieser ihr hilft, den gekidnappten Bruder Danny zu befreien. Und schon sind wir mittendrin in einem veritablen Roadtrip durch die post-apokalyptische Welt von „Revolution“.

Licht aus.

Mehr als ein bisschen scheint sich die von Serien-Guru J. J. Abrams produzierte Show am Insel-Mysterium von Lost zu orientieren. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr Geheimnisse und verborgene Zusammenhänge tun sich auf. Wer hier nicht alles wen seit Jahren kennt und vor wem wiederum gar schreckliches verbirgt. Mit ihren Charakteren geht „Revolution“ nicht eben zimperlich um. Wer in dieser nach-technischen Welt nicht ohnehin schnell das Zeitliche segnet, der hat ziemlich schnell ordentlich Blut an den Händen. Im Namen des eigenen Überlebens sind die Kollateralschäden schnell kaum noch zu zählen. Das macht das ganze durchaus brutal, aber auch spannend. Vor allem dann, wenn die Munition im Kampfgeschehen mal wieder knapp ist und auf Schwertkampf umgeschaltet wird, kommt der einzigartige Flair der Serie zum Tragen. Auch die größtenteils computergenerierten Schauplätze können sich richtig sehen lassen. Der Knall am Ende macht neugierig auf die zweite – und leider auch letzte – Staffel. Schade eigentlich, denn einen so kreativen Weltentwurf – ob logisch haltbar oder nicht – sieht man auf der heimischen Mattscheibe selten.

Gisela Stummer (academicworld.net)

REVOLUTION

Idee: Eric Kripke
Darsteller: Billy Burke, Tracy Spiridakos, Giancarlo Esposito, David Lyons, Zak Orth, Elizabeth Mitchell

Ab 19. Februar 2015 bei Warner Home Video Germany auf DVD erhältlich.

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