Lawinengefahr

Der Ex-Freund einer Bekannten von mir, ihre große Jugendliebe (und seine wohl umgekehrt auch) kam unlängst beim Skifahren in eine Lawine und war ein paar Stunden verschüttet. Da er Arzt ist, wusste er genau, was er am besten tut, um so lange wie möglich durchzuhalten und schließlich haben ihn die Lawinensuchhunde rechtzeitig gefunden und er hat überlebt. Soweit so schrecklich und glücklich.

Katharina Ohana, Psychologin, Bestsellerautorin und academicworld-Expertin

Jedenfalls hatte er die sehr seltene Situation in einem völlig ruhigen Zustand sich Gedanken zu machen, was er machen wird, wenn er die Sache überlebt. Er beschloss u.a. meine Bekannte nach all den Jahren nochmal zu treffen.

Da die Beziehung damals von seiner Seiter etwas ungut abgebrochen wurde (man war jung und hatte noch viel auszuprobieren…), führte das Treffen dazu, dass ihr, wie sie mir sagte, “etwas wiedergut gemacht wurde”. Es war wohl so, als würde eine alte Wunde verheilen. Was daraus wird (aus dem Wiedersehen und/oder den Wiedergutmachungen) kann man noch nicht abschätzen. Ich werde zu gegebener Zeit berichten.

Natürlich fand ich dieses seltene Experiment des Schicksals psychologisch hoch interessant. Und es stellt sich sofort die Frage: Was würde man selbst wohl in dieser Situation denken und beschließen?

Mit dieser kleinen Hausaufgabe möchte ich meine geschätzten Leser in die Osterferien entlassen (Ostern: Zeit des Neubeginns und Aufbruchs). Ich selbst werde in Südfrankreich einen Sprachkurs machen: Etwas, was ich schon immer mal machen wollte. Ich hoffe mir bleibt aufgrund meiner handelnden Entschlusskraft die Lawine erspart. Tja: Wenn sich das Schicksal doch bestechen ließe…

Von Academicworld-Expertin Katharina Ohana

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