Lana Del Rey

Kommender Superstar mit Authentic-or-not-Debatte im Hintergrund

Gerade mal eine EP ist von Lana Del Rey erschienen, ihr Video „Video Games“ flimmerte jüngst zum ersten Mal über deutsche Bildschirme – und schon gerät sie in die Hype-Maschinerie. Dagegen ist im Prinzip auch gar nichts zu sagen – geht man von der reinen Kunst aus.

„Video Games“ ist eine geradezu hypnotischer Song, die Stimme von Lana Del Rey ist groß, episch, die ganze Optik ein intelligenter, ästhetischer Retro-Gegenpol zu Lady Gagas Pornoauftritten. Lana Del Rey aus Los Angeles hat alles, was man für ganz oben braucht.

Dennoch entzündet sich unter den Hipstern, die sie eigentlich so gerne lieben würden wie etwa Feist oder Kate Nash, momentan eine heftige Authentic-Debatte. Ja, ganz recht, so etwas gibt es. Denn Lana hat aufgespritzte Lippen. Und trug früher schreckliche Kleidung und einen anderen Namen. Somit: Not authentic!

Zumindest für diese Art von Menschen, die denken, sie retten gerade die Erde, weil sie am Prenzlauer Berg Bionade trinken. Oder halt in TriBeCa  einen „Organic Juice with natural Wheatgrass“.

Wer das alles ziemlich blöd findet: Hier ist ihr Video. Es ist wundervoll. Das muss reichen.


Stand: Oktober 2011

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