Journalistisches Handwerkszeug

Was wie erzählen, wenn man schon was zu sagen hat? Dabei helfen die Bücher aus der UVK Verlagsgesellschaft. Auch wenn’s digital wird.

Christoph Fasel. Textsorten

Selbes Thema, anderer Text 

Text ist nicht gleich Text. Auch nicht im journalistischen Schreiben. Nachricht, Bericht, Feature, Interview … aber was ist eigentlich der Unterschied? Wann ist was sinnvoll? Wie unterscheiden sich überhaupt tatsachenbetonte von meinungsbetonten Texten? Was macht einen guten Reporter aus und wann ist eine eigene Meinung nicht nur angemessen sondern entscheidend?

Auf gerade einmal 140 Seiten führt Christoph Fasel im Büchlein „Textsorten“ kompakt und präzise in die verschiedenen journalistischen Darstellungsformen ein. Weil er dabei viele Beispiele zeigt, Checklisten liefert und Grundsätzliches schildert, ist der Band besonders geeignet für junge Menschen, die Journalist werden und sich das nötig Handwerkszeug dafür aneignen wollen. Ein gelungener Überblick über die wichtigsten Werkzeuge der Branche.

Christoph Fasel. Textsorten (2., überarbeitete Auflage; Wegweiser Journalismus, Band 2)
14,99 Euro. UVK Verlagsgesellschaft mbH

Michael Haller. Das Interview

Das alte Frage-Antwort-Spiel

Das Interview ist zwar eine der klassischen journalistischen Textformen. Trotzdem lesen sich die verschriftlichten Gespräche oft sehr unterschiedlich. Warum sind Interviews manchmal so faszinierend und mitreißend, manchmal aber auch total einschläfernd sind, das klärt „Das Interview“ von Michael Haller. Das Handbuch gehört zu den Klassikern zu diesem Bereich und ist überhaupt das umfassendste Werk zum Thema Interview.

Grundlagen und Techniken der verschiedenen Interviewformen kommen hier genauso wenig zu kurz, wie medienrechtliche Aspekte oder die Dialogformen der Onlinemedien – die sind nämlich für die neu erschienene 5. Auflage mit hinzugekommen. Mit reichlich Übersichten, Checklisten und Tipps, etwa zur Gesprächsführung oder den unterschiedlichen Frageformen wird aus dem Buch ein unverzichtbarer Begleiter für angehende Profi-Interviewer.

Michael Haller. Das Interview (5., völlig überarbeitete Auflage; Praktischer Journalismus, Band 6)
24,99 Euro. UVK Verlagsgesellschaft mbH
 

Dennis Eick. Digitales Erzählen. Die Dramaturgie der Neuen Medien

Neue Wege für neue Zeiten

Im Gegensatz zu den traditionellen Medien, sind die Erzählformen der digitalen Welt fast schon nahezu unendlich. Um da Aufmerksamkeit zu bekommen, muss man sich schon einiges einfallen lassen.  Viele neue Erzählformen werden daher gegenwertig ausprobiert und auf die Websitebesucher losgelassen: Webserien, Games, E-Books, Viral Spots, Transmediale Geschichten und und und.

Um sich mit all diesen neuen Formaten und Arbeitsfeldern auch wirklich austoben zu können, liefert Dennis Eick in seinem Buch „Digitales Erzählen. Die Dramaturgie der Neuen Medien“ ein gutes Stück Handwerkszeug. Anhand zahlreicher Beispiele aus dem In- und Ausland zeigt er die Erzählformen, die sich durch das Internet ergeben, auf, schildert technische Möglichkeiten, aber auch wirtschaftliche Bedingungen und konkrete Einsatzfelder. Aufgezogen ist das ganze sehr „filmisch“, bietet aber auch aus journalistischem Blickwinkel interessante Ansätze und Denkanstöße.

Dennis Eick. Digitales Erzählen. Die Dramaturgie der Neuen Medien (Praxis Film, Band 81)
24,99 Euro. UVK Verlagsgesellschaft mbH

 

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