Jet-lag

Eigentlich dachte sie, dass sie diesen Teil ihres Lebens hinter sich gebracht hätte, als Maya – Codename: Jet – plötzlich von ihrer Mossad-Vergangenheit eingeholt wird. Zum Glück sind ihre Fähigkeiten alles andere als eingerostet.

Jet-lag

Codename: Jet. Alter: 28 Jahre.

Vom Waisenkind zu Mossads tödlichster menschlicher Waffe – Mayas Lebensweg war alles andere als friedlich. Bis sie mit Mitte 20 ihren eigenen Tod vortäuscht und sich am Ende der Welt auf einer kleinen Insel im Pazifik eine beschauliche Existenz aufbaut. So vorsichtig, dass das auf Dauer gut geht, kann man natürlich gar nicht sein, denn in ihrer aktiven Zeit hat Jet sich jede Menge Feinde gemacht. Als ihr Versteck in einer blutigen Großaktion auffliegt, muss sie sich schleunigst auf ihre überragenden Fähigkeiten im Bereich Nahkampf und Überleben besinnen. Sie weiß, wenn überhaupt, dann kann sie nur einer Person auf der Welt trauen. Zusammen mit David versucht sie also das Unmögliche: Überleben entgegen aller Wahrscheinlichkeit.

Die „wilde Achterbahnfahrt voller schockierender Wendungen“, die der Klappentext verspricht ist fast noch untertrieben. Russell Blake erschafft mit seiner Killer-Agentin a. D. eine veritable weibliche Version von Jason Bourne. Ein bisschen Salt, ein bisschen Haywire und mindestens genauso filmtauglich wie jene Damen. Ein wahrlich rasanter Thriller, der mit seinen Opfern nicht eben zimperlich umgeht, aber die Motive aller Seiten durchaus glaubwürdig darstellt. Angesichts des rasanten Tempos sollte man nach dem Buchdeckel-Zuschlagen aber besser erst mal noch einen Moment sitzen bleiben. Wer sich immer schon mehr toughe Heldinnen im Action-Genre gewünscht hat: unbedingt zugreifen.

Gisela Stummer (academicworld.net)

Russell Blake. Jet.
13,95 Euro. Luzifer Verlag.

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