Helene Tursten: Der im Dunkeln wacht

Nachdem ich bereits einige Bücher von Helene Tursten gelesen habe, muss ich leider sagen, das dieses eines der Schwächeren ist. Es kam kaum richtige Spannung auf und es fiel mir schwer, mich richtig auf die Geschichte einzulassen.

Die Kommissarin in Gefahr

Aber erst mal zum Inhalt: Zwei erdrosselte Frauen werden auf Friedhöfen aufgefunden, in Plastikfolie verpackt. Beide Opfer waren alleinstehend und Mitte 40. Schnell findet Irene Huss, die zuständige Ermittlerin, heraus, dass der Mörder die Frauen vorher beobachtet und zu ihnen Kontakt aufgenommen hat. Warum, das wird im Laufe des Romans beantwortet. Außerdem wird klar, dass der Mörder schon sein nächstes Opfer im Visier hat: Irene Huss.

Das Buch ist größtenteils aus der Sicht der Ermittlerin geschrieben, jedoch werden immer wieder mal Auszüge eingeschoben, die den Blickwinkel des Mörders zeigen. Diese sollen dem Leser helfen zu verstehen, wieso der Mörder die Frauen tötet. Es zeigt sich, dass der Mörder sich als „Erlöser“ fühlt, der die Frauen vom Bösen befreien muss.

Lange Suche nach dem Täter

Leider fand ich, dass die Ermittlungen im Buch viel zu langsam voran gingen. Das Rätsel um den Mörder war nicht besonders anspruchsvoll oder schwierig zu lösen, trotzdem taten sich die Kommissare in diesem Fall sehr schwer damit, den Täter zu finden. Auf Grund dieser Tatsache war es mir nicht möglich, mich richtig ins Geschehen zu vertiefen und es wurde kaum Spannung aufgebaut, obwohl dies ja das wichtigste an einem Kriminalroman sein sollte.

Auch das Cover des Buches hat mir persönlich nicht sehr gut gefallen. Es sieht sehr veraltet und unmodern aus und somit nicht wie ein Buch, das mir in der Buchhandlung direkt ins Auge stechen würde. Der Titel „Der im Dunkeln wacht“ gefällt mir, weil er interessant klingt und auf eine spannende Geschichte hoffen lässt.

Fazit

Insgesamt hat mich das Buch leider nicht überzeugt. Der Schreibstil von Helene Tursten ist zwar gut und flüssig, macht jedoch den unspannenden, langweiligen Plott nicht wett. Es handelt sich hier nicht um ein Buch, das ich weiterempfehlen würde.

320 Seiten
btb (November 2010)
19,99 Euro


Stand Februar 2011

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