Helden-Elite

Wenn zur Abwechslung mal keine Elfen der Dunkelheit die Erde mit einem krieg überziehen wollen, dann schafft das Iron Man. Warum? Na weil er sie in Sicherheit bringen will. Das reaktivierte Friedensprogramm ist jedenfalls recht aggressiv und eher totalitär eingestellt – und erfordert die Aufmerksamkeit aller Avenger.

Statt einer klassischen Inhaltsangabe gibt es für euch heute ein Schmankerl – ein Interview mit Chris Hemsworth, der im Film bekannterweise die Rolle des THOR übernommen hat.

Was ist neu an Ihrer Figur in Marvel’s Avengers: Age of Ultron? 

CHRIS HEMSWORTH: In Marvel’s Avengers: Age of Ultron begegnen wir einer bodenständigeren, geerdeteren Version von Thor. Das ist schön, denn es bietet Gelegenheit, witziger zu sein und ihn in lässigeren Outfits zu sehen, anstatt im roten Cape und in der Rüstung.

Wie fühlt es sich an, diesen veränderten Thor zu spielen?

CHRIS HEMSWORTH: Ich wollte zu dem Spaß zurückkehren, den er im ersten Film hatte und ihn bodenständiger machen. Schnell geraten diese Figuren zu unnahbar und überirdisch – und jetzt ist er wieder menschlicher. Man sieht das gleich in einer der ersten Szenen, als der Rest der Avengers versucht, in Alltagsklamotten seinen Hammer aufzuheben. Man denkt sich ‚Was machen diese Typen, wenn sie nicht gerade die Welt retten?‘ Jetzt weiß man es und ich hatte viel Spaß dabei. Mir gefiel es immer am besten, wenn wir rumalbern und solche Sachen machen durften.

Ultron [gespielt von James Spader]gehört zu den neuen Charakteren von Marvel’s Avengers: Age Of Ultron. Erzählen Sie uns etwas über diese Figur. 

CHRIS HEMSWORTH: Ultron war die erste Figur in all meinen Filmen, von der ich absolut nicht wusste, wie sie aussehen und in welche Richtung die Darstellung gehen würde. Doch beim ersten Anblick von James [Spader] in seiner Rolle bekam alles seinen Sinn. Die Figur ist recht komplex geschrieben, mit vertracktem Sprachrhythmus und einer ganz besonderen Sprechweise. Er ist aber auch sarkastisch und ironisch und ich finde die Mischung ganz wunderbar.

Wie war es, mit James Spader am Set zu arbeiten?

CHRIS HEMSWORTH: Ich erinnere mich an das erste Mal, als er zu den Dreharbeiten kam. Er sprach einen langen Monolog und als er fertig war applaudierten wir alle – mit dem Ergebnis, dass wir von seiner Leitung so beeindruckt waren, dass wir unseren eigenen Text vergessen hatten!

Die neuen Feinde haben selbst einiges auf dem Kasten - da muss auch der Cap sich umschauen ... Bild: Marvel

Die neuen Feinde haben selbst einiges auf dem Kasten – da muss auch der Cap sich umschauen…   Bild: Marvel

Wie würden Sie den Look von Marvel’s Avengers: Age Of Ultron beschreiben?
CHRIS HEMSWORTH: Diesmal haben wir an weit mehr Locations gedreht und sind weiter gereist. Deshalb findet sich in der Ästhetik ein Mix unterschiedlichster Orte, Stile und Bilder wieder. Das entspricht der größeren Komplexität der Story. In den Einzel-Filmen konnten wir die unterschiedlichen Figuren in ihrer Entwicklung beobachten, deshalb ist es so aufregend, alle zum zweiten Mal zusammenkommen zu sehen.

Zu Beginn sehen wir, wie die Superhelden im Avengers Tower zusammenarbeiten. Können Sie uns etwas über diese Kulisse erzählen?
CHRIS HEMSWORTH: Der Avengers Tower war ein unglaubliches Set, ohne Zweifel eines der beeindruckendsten, auf denen ich je gewesen bin. Es gehört zu Tony Starks Haus, musste also riesig und voll mit blinkendem High-Tech sein – und genauso war es. Zudem war es die erste Kulisse, in der wir als Gruppe alle zusammen drehten, deshalb war die Arbeit an der Partyszene so schön, bei der wir zusammenkommen und an die alten Zeiten anknüpfen konnten.

Die Kritik

Warum Marvel Helden so total sympathisch sind? Weil sie bei einer Party in einem kleinen Grüppchen stehen und mit den Leistungen ihrer Frauen angeben – nicht „mein Haus, mein Boot“, sondern „meine Frau bekommt einen Nobelpreis – na und, meine führt ein Milliardenschweres Unternehmen“. Zucker.

Auch sonst steckt wieder sehr viel Humor in dem Actionfilm. Wenn der Hulk sich mega Gedanken um seine zerstörerische Wut macht und angstvoll über das Chaos sinniert, das er gerade angerichtet hat – kommt natürlich Thor und hält eine Rede über die ach so tolle kriegerische Leistung. Ein klassischer „Ja, genau.“-Moment.

Optisch? Alles prima. Da gibt es gar keine Diskussion, die Leute von Marvel wissen schon, was sie machen. Nur ein Manko: Dass Ultron für eine Weile aussieht wie ein Transformer, ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Inhaltlich? Widmen sie sich wieder großen Fragen: Warum führen gute Absichten noch lange nicht zu dem richtigen Ergebnis? Wie viel Schutz ist gut für die Menschen? Ab wann ist Freiheit nur noch Fake?

Gut, wer natürlich etwas kritisieren möchte, findet auch etwas: Warum gibt es nur eine weibliche Heldin, die noch dazu dem Schönheitsideal entsprechen muss? Doch auch Miss-Perfect-Back-Widow hat ein Geheimnis, das sie tief unten im Herz mit sich herum trägt …

Fazit: Tolle Fortsetzung der weltbekannten Avengers-Reihe, die für grandiose Unterhaltung sorgt.

Bettina Riedel (academicworld.net)

AVENGERS – age of ultron

Regie:

Darsteller: Robet Downey Jr., Chris Hemsworth, Chris Evans, Scarlett Johansson, Jeremy Renner, Samuel L. Jackson

Seit dem 24. September als DVD und BluRay im Vertrieb von Marvel im Handel erhältlich.

Stand September 2015
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