„heiß“ neu definiert

Und zwar in XXL! Zugegebenermaßen ist Magic Mike ein sehr optisch ausgelegter Film – braucht es hier denn noch einen zweiten? Der Großteil der weiblichen Zuschauer findet ‚ja‘ – haben sie recht?

Alle Bilder: © 2014 Warner Bros. Entertainment Inc. and Ratpac-Dune Entertainment LLC
Na, woher kommt euch diese Dame bekannt vor? Richtig, sie spielt Effie in Tribute von Panem.

Magic Mike ist ein respektabler Typ geworden: Tag und Nacht schuftet er dafür, dass sein frisch gegründetes Unternehmen nicht gleich wieder im Boden versinkt. Plötzlich bekommt sein Universum einen dicken Knacks – einer seiner ehemaligen Stripper-Buddies soll verstorben sein. Die Beerdigung stellt sich als riesige Party heraus – denn die Jungs sind gekommen, um ihren Magic Mike auf einen allerletzten Gig zu holen!

Wie gut, dass er den Trip nicht mit seiner Freundin klären muss, denn die hat sich nach dem höchst romantischen Heiratsantrag einfach mal verpisst. Los geht die Reise, stylischerweise in einem (baldigen) Frozen Joghurt-Disko-Wohnwagen. Der Kampf um die ultimative Schluss-Tanz-Routine führt Mike und die Typen zu einem Geist der Vergangenheit – einer wunderschönen MC, die gar nicht so gut auf ihn zu sprechen ist. Zwischendrin trifft er auf die Fotografin … Apropos Fotos, die wollt ihr doch an dieser Stelle viel lieber sehen, oder? 😉

Ab dem 23. Juli im Kino!

Die Kritik

Wir fassen uns kurz: Die Optik? Bombastisch! Das bezieht sich aber nicht nur um die Typen und ihre durchgestylten Körper, sondern auch das Tanzvermögen, denn mal ganz ehrlich: Das können so viele nicht. Gerade Channing Tatum holt da natürlich eine exzeptionelle Körperbeherrschung raus, die die absolute Wucht ist! 

Achtung, ein bisschen Spoiler kommt nun: Neben so viel „Kitsch“ – wie schaut es denn mit der Romantik aus? Auch hier haben die Macher alles richtig gestaltet: Die geheimnisvolle Fotografin wird eben nicht die klischeehafte schüchtern nette neue Freundin von Mike – und das ist gut so. Damit wieder holt sich die Story aus dem ersten Film nicht. Warum sie trotzdem ein tolles Duo sind? Weil sie sich eben nicht mal eben gechillt kennenlernen, sondern sie ihn beim Pinkeln am Strand knippst, ohne dass er Anfang etwas davon merkt. Weil sie nicht gleich rosa Herzchen aus den Augen ploppen lassen, sondern sich herrlich romantisch-unromantisch über den Weg laufen und unterhalten. Über ihre fiktiven Namen in der Transsexuellen-Szene zum Beispiel. Über Red Velvet Kuchen. Über das Lächeln, das ihr fehlt. 

Die Dialoge sind gar nicht mal so vollkommen unwichtig – und mit Liebe geschrieben worden. Die Szenen zwischen Channing und der Neuen sind bisweilen sogar recht witzig und nicht nach dem Motto „Warum liegt hier Stroh?“.

Fazit: Kein Film, der die Weltsicht verändert, aber genau das macht, was er soll. Spaß!

Bettina Riedel (academicworld.net)

MAGIC MIKE XXL

Darsteller: Channing Tatum, Matt Bomer, Joe Manganiello, Kevin Nash, Adam Rodriguez und Gabriel Iglesias

Seit dem 23. Juli im Verleih der cxs im Kino

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