Hässliches Biest war gestern

Der Mord ihrer Mutter – und das vor ihren Augen – hat das Leben von Cat nachhaltig beeinflusst. Sie selbst wurde damals von einem „Monster“ gerettet – aber das kann nicht wirklich sein, oder? Doch dann stößt die junge Polizistin bei einem Fall über Beweise für ihre Theorie und tritt damit eine Lawine in Gang.

Ein nicht ganz alltägliches, aber möglicherweise unschlagbares Team: Vince, das Biest und Cat, die Polizistin. © Paramount
Ein nicht ganz alltägliches, aber möglicherweise unschlagbares Team: Vince, das Biest und Cat, die Polizistin. © Paramount

Kann es eine Lebensform geben, die sowohl aus Mensch als auch Tier besteht? Die Polizistin Catherine Chandler (Cat) glaubt, dass sie als Jugendliche von einem solchen Wesen gerettet wurde. Ihre Mutter kam bei den Ereignissen ums Leben – ein absolutes Trauma für Cat. Plötzlich taucht bei einem Mordfall eine DNA-Probe auf, die sowohl menschliche als auch tierische Ursprünge hat. Allerdings führt die DNA zu einem Soldat, der bereits vor Jahren in Afghanistan gefallen ist.

Cat verbeißt sich in die Sache, denn der Mord ihrer Mutter ist nach wie vor nicht aufgelöst. Und tatsächlich, der verdächtige Soldat Vincent Keller (Jay Ryan) ist am Leben. Der größere Schock? Er war Teil eines Experiments und wirklich eine Kreuzung aus Mensch und Tier … Nicht immer hat er die Kontrolle über seine wilde Seite, aber ein ruchloser Mörder ist er nicht. Das stellt Cat genauso schnell fest, wie widersprüchliche Gefühle in ihr für Vince erblühen.

Cats Boss, Leutnant Joe Bishop, begibt sich und sein Revier auf die Jagd nach "dem Monster". Von der Verbindung zwischen Cat und Vince ahnt er nichts. © Paramount
Cats Boss, Leutnant Joe Bishop, begibt sich und sein Revier auf die Jagd nach „dem Monster“. Von der Verbindung zwischen Cat und Vince ahnt er nichts. © Paramount
Ein seltener Moment für Vince und Cat - gemeinsam in der Öffentlichkeit. © Paramount
Ein seltener Moment für Vince und Cat – gemeinsam in der Öffentlichkeit. © Paramount
J.T. kennt Vince seit Jahren und hilft ihm, den wachsamen Augen von Muirfield zu entgehen. © Paramount
J.T. kennt Vince seit Jahren und hilft ihm, den wachsamen Augen von Muirfield zu entgehen. © Paramount

Es könnte alles ganz nett werden, wäre da nicht Muirfield – die Organisation, die Vince in einem grausamen Experiment ‚kreiert‘ hat. Jetzt will sie nicht nur ihn, sondern alle, die von ihm wissen, von der Erde tilgen. Unerbittlich jagt sie Cat, Vince und dessen Kumpel J.T. (Austin Basis), der Vince seit seinem ‚Verschwinden‘ beim Verstecken hilft.

Außerdem ist da noch Dr. Marks, der Pathologe mit einem Hang zu Forschung auf dem Gebiet der cross-Spezies-DNA, der zu allem Überfluss auch sehr gut aussieht und sich durchaus für Cat erwärmt hat.

Das Konzept „Beauty & Beast“ ist nichts Neues, aber im Gegensatz zu der Disney-Version gibt es kein Schloss, sondern eine uralte und verdreckte Fabrikhalle. Das Biest ist weniger haarig, hat dafür aber eine dekorative Narbe im Gesicht. Auch so ist der Schauspieler (Jay Ryan) durchaus nett anzusehen und seine Rolle bringt er soweit recht gut rüber. Immer ein bisschen zerrissen, denn er hat Gefühle für Cat, will sie nobler Weise aber nicht in Gefahr bringen. Er verabscheut sich selbst, doch das Tier ist bereits ein selbstverständlicher Teil von ihm geworden. Wie sehr er es braucht, wird im späteren Serienverlauf deutlich.

Zu Beginn des Experiments schien Vince noch normal, die Nebenwirkungen kamen erst später zu Tage ... © Paramount
Zu Beginn des Experiments schien Vince noch normal, die Nebenwirkungen kamen erst später zu Tage … © Paramount

Die verschiedenen Handlungsstränge, in die der Zuschauer Stück für Stück eingeführt wird, werden allmählich zu einem großen Ganzen zusammengefügt. Das gelingt recht gut und wird auch für den Spannungsaufbau genutzt.

Gut ist auch, dass immer etwas passiert. In anderen Serien wird die wesentliche Handlung auf das Ende einer Staffel gelegt, zwecks Cliffhanger. Die Macher von Beauty & the Beast lassen sich aber nicht lumpen und legen in jede Episode etwas Spannendes in den Mittelpunkt. Der Fakt, dass am Ende alles zu einem packenden Finale verwoben ist, bekommt auch einen Pluspunkt.

Ein bisschen schade ist es, dass bei den Special Effects offenbar gespart wurde. Hier hätte der Zuschauer so richtig vom Hocker gerissen werden können. Leider erhält man den Eindruck, dass die „Monster-Maske“ durch absichtliche Schatten zurückgehalten wird. Bei einem so vielversprechenden Cover, auf dem ein attraktiver Mann mit faszinierend, kranken und gelben Augen zu sehen ist, kommt das in der Serie selbst etwas flach rüber.

Bettina Riedel (academicworld.net)

Beauty & the Beast

Darsteller: Kristin Kreuk, Jay Ryan, Nina Lisandrello

Seit dem 7. August auf DVD, BluRay und VoD im Handel erhältlich
Im Vertrieb der Paramount Home Media Distribution

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