Gummistiefelweitwurf

Der Gummistiefelweitwurf ist eine Sportart, in der es gilt, einen Gummistiefel möglichst weit zu werfen. Die Ursprünge des Gummistiefelweitwurfs führen nach Finnland, wo den Überlieferungen zufolge, Seeleute Ende des 19. Jahrhunderts dieses Wurfspiel ersannen. Dokumentiert ist es aber nicht. Viele Jahre später erinnerte man sich dieser sportlichen Betätigung, es wurde ein Regelwerk geschaffen, und seit 1975 wird der Gummistiefelweitwurf in Finnland als offizieller Mannschaftssport ausgetragen.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass der Stiefel im Vergleich zum Hammer oder zum Diskus in der Luft sehr schnell an Geschwindigkeit verliert, da er nicht so aerodynamisch ist. Die Kunst besteht darin, dass man den Stiefel im richtigen Einstellwinkel zum Wind durch die Luft rotieren lässt. Durch die Drehungen, die auch bei anderen Wurfsportarten üblich sind, zieht der Stiefel noch den einen oder anderen Meter.

Weltrekorde

Männer: Jukka Vesterinen (67,31 m / FIN) – 2. Juni 2008

Frauen: Eeva Isokorpi (49,35 m / FIN) – 28. September 2008

Die erste deutsche WM-Medaille gewann Anita Otto bei der Weltmeisterschaft 2005 in Kokemäki/Finnland in der weiblichen 45-Klasse. Sie gewann mit einer Weite von 24,00 Metern die Bronzemedaille. Die zweite Medaille brachte Fabian Lau mit nach Hause. Er wurde in der Altersklasse U20 mit einer Weite von 42,54 Metern Vize-Weltmeister. Auch 2006 wurden wieder Medaillen mit nach Deutschland genommen. Anita Otto errang erneut in ihrer Altersklasse die Bronzemedaille, während Peter Guralczyk von den 7-Meilenstiefeln mit einer Weite von 44,77 m U20 Vize-Weltmeister wurde.


Stand: Winter 2012

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