Griechisch to go

Percy Jackson ist ein Halbgott, Poseidon als Vater. Mit seinen Freunden hat er bereits ein großes Abenteuer überstanden: der Kampf gegen Hades, den Gott der Unterwelt. Das ist Stoff für wahre Heldengeschichten. Zurück im Alltag stellt sich aber allen die Frage: Kann das schon alles gewesen sein?

Der Stift... nein, das Schwert immer parat: Percy Jackson, Im Bann des Zyklopen ©2013 20th Century Fox (Home Video)
Der Stift… nein, das Schwert immer parat: Percy Jackson, Im Bann des Zyklopen ©2013 20th Century Fox (Home Video)

Ruhig ist es um Percy Jackson (Logan Lerman) geworden. Zusammen mit Annabeth (Alexandra Daddario), Grover (Brandon T. Jackson) und weiteren Demigöttern trainiert er im Camp Halbblut. Dort stiehlt ihm Clarisse (Leven Rambin) die Show. Ihr Ehrgeiz hat sie weit gebracht und in Abenteuern steht sie ihm in nichts nach. Im Gegenteil, sie hat die Nase vorn und lässt es ihn bei jeder sich bietenden Gelegenheit wissen.

Ruhe vor dem Sturm

Doch dann wird das Camp angegriffen, und das, obwohl es eigentlich durch eine magische Mauer geschützt sein sollte. Diese entstand vor einigen Jahren, als Thalia, Tochter von Zeus, ihr Leben gab, um ihre Freunde auf dem Weg in das Camp zu retten. Als sie im Sterben lag, erschuf Zeus aus ihr einen mächtigen Baum, der die Schutzmauer nährte. Nun wurde der Baum vergiftet und stirbt samt Schutzwall langsam ab. Nur das goldene Vlies kann ihr jetzt noch helfen. Doch nicht Percy, sondern Clarisse wird für diese Mission ausgewählt.

Entgegen allen Verboten machen er und seine Freunde sich aber trotzdem auf den Weg, das Vlies zu finden. Diesmal mit dabei: Sein Halbbruder Tyson, der plötzlich aufgetaucht ist. Unterwegs treffen sie wieder auf Luke (Jake Abel), der es für seine ganz eigenen Zwecke nutzen möchte: Chronos soll auferstehen und Olympus fallen.

Die Kritik

Fortsetzungen sind oft keine leichte Sache. Die Gefahr ist groß, dass sich Handlungsdetails wiederholen und der Zuschauer gelangweilt ist. So ganz kann „Im Bann des Zyklopen“ in dieser Hinsicht dann auch nicht punkten. Natürlich finden sich einige neue Elemente: Die Konkurrentin Clarisse, der Halbbruder und Halb-Zyklop Tyson, eine Prophezeiung und Thalia, Tochter des Zeus.

Aber das Grundprinzip bleibt gleich: Luke will den Olymp stürzen und daran muss er gehindert werden. Die Hindernisse, die sich den Helden-to-be in den Weg stellen, sind zwar passend zum Film gestaltet und wer möchte Grover nicht mal in einem Frauenkleid sehen? Insgesamt fehlt der Handlung das gewisse Etwas.

Percy Jackson ist kein Film, der Weltanschauungen erschüttert. Doch er unterhält und das doch recht nett. Natürlich ändert Hollywood die griechische Geschichte etwas ab und passt sie an die Zielgruppe des Films an. Das ist aber definitiv nichts Schlechtes. Würde nichts angepasst, wäre es eine reine Nacherzählung antiker Erzählungen – etwas Fantasie muss immer erlaubt sein.

Abseits von der Handlung ist Nathan Fillion ein absolutes Topdetail: Bekannt aus der Serie Castle, stellt er hier in seiner unnachahmlichen Art den Gott Hermes dar – charmant wie immer.
Fazit: Schlecht ist der Film definitiv nicht. Überragend toll auch nicht. Für die feierabendliche Unterhaltung taugt er aber allemal.

Bettina Riedel (academicworld.net)

Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen

Regie:  Thor Freudenthal
Darsteller: Logan Lerman, Brandon T. Jackson, Alexandra Daddario
Im Handel: 12. Dezember 2013

Im Vertrieb von 20th Century Fox Home Entertainment

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