Geister-Geschichten

Vorweg: Mit esoterischem Quatsch und Klamauk à la „Ghostbusters“ hat dieses Buch nichts gemein.
Die Pulitzer-Preisträgerin Deborah Blum berichtet von einem fast vergessenen Kapitel Wissenschaftsgeschichte.

Im Mittelpunkt steht der Ende des 19. Jahrhunderts weltberühmte William James, Professor der Psychiatrie an der Harvard University. Mit den Mitteln der Wissenschaft versuchte er Geistererscheinungen, mediale und allgemein parapsychologische Phänomene zu erforschen. „Geister-Jäger“ James und seine Mitstreiter riskierten nicht nur den Spott und die erbitterte Feindschaft ihrer Fachkollegen, sie mussten auch mehr als einmal die Grenzen ihrer eigenen psychischen „Komfortzonen“ überschreiten.
Geistererscheinungen, Kommunikation mit Toten, ein Leben nach dem Tod – diese Themen berühren unsere ureigensten Ängste vor dem Sterben ebenso wie religiöse Hoffnungen und Glaubensvorstellungen. So dürfte Deborah Blums Buch kaum einen Leser unberührt lassen, geht es doch um nicht weniger als die letzten Fragen nach dem „Woher“ und „Wohin“ des Menschen. Deborah Blums Bericht aus der Dämmerzone zwischen Diesseits und Jenseits ist wahrhaftig wie eine gute Wissenschaftsreportage und zugleich spannender als jede „Akte-X“-Folge.

Geister-Jäger – Deborah Blum Arkana Verlag

Stand Oktober 2007

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