Für alle Fans des Meisters der Spannung: die „Hitchcock Collection“!

Jetzt gibt es 14 Meisterwerke von Alfred Hitchcock erstmals gemeinsam auf Blu-ray zusammen mi mehr als 15 Stunden Bonusmaterial in einer tollen Sonderverpackung! academicworld.net hat eine Auswahl getestet.

Für alle Fans des Meisters der Spannung: die "Hitchcock Collection"!
Wer kanns besser? Keiner! © Universal Pictures

Der Meister der Spannung!

Die Collection erscheint am 27. September 2012! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für alle Fans des Meisters der Spannung: die "Hitchcock Collection"!
Der Lehrer ist seinen missratenen Schülern auf der Spur. © Universal Pictures

The Rope (deutscher Titel: Cocktail für eine Leiche)

Der Film von 1948 basiert auf dem Theaterstück „Party für eine Leiche“ von Patrick Hamilton. Die befreundeten Studenten Brandon Shaw und Phillip Morgan strangulieren ihren gemeinsamen Freund David inspiriert durch eine Betrachtung ihres gemeinsamen Lehrers Rupert Cadell zum Thema „Die Kunst des Mordes“. Im Glauben, den perfekten Mord begangen zu haben, verstecken sie die Leiche in einer Truhe und geben noch am gleichen Abend eine Party, zu der auch der Vater und die Verlobte des Toten sowie ihr gemeinsamer Lehrer eingeladen sind.

Während der Feier wundern sich die Gäste immer mehr über die Abwesenheit Davids, nichtsahnend, dass dieser tot in der Truhe im Wohnzimmer liegt, auf der das Essen serviert wird. Lediglich Cadell schöpft langsam Verdacht, dass etwas mit seinen Schülern nicht stimmt. Doch Brandon ist der Auffassung, dass gerade er die Tat verstehen müsse. Dazu kommt, dass Cadell während der Feier einen Vortrag über die moralische Überlegenheit des Übermenschen und dessen Recht andere zu töten hält. Am Ende siegt der Verstand.

Durch die Einheit von Zeit, Ort und Handlung erweckt der Film den Eindruck, er sei in nur einer einzigen Einstellung gedreht. Obwohl er schon älteren Datums ist und auf blutrünstige Szenen verzichtet, gelingt es Hitchcock allein durch die Kameraführung eine immense Spannung aufzubauen. Vor allem wenn sich die Gäste im Off über die Abwesenheit Davids unterhalten und die Kamera minutenlang die Haushälterin zeigt, die die Truhe abräumt, steigt die Spannung beim Zuschauer. Dieser erwartet, dass die Frau jeden Moment die öffnet und die Wahrheit ans Licht kommt. Erst im letzten Moment vereitelt der Mörder dies.

Auch wenn Hitchcocks erster  Farbfilm, den er lange unter Verschluss hielt und der erst 1984 wieder gezeigt wurde, nicht ganz so aufregend ist wie zum Beispiel „Die Vögel“ – er ist auf jeden Fall sehr spannend und für Theaterliebhaber geeignet, die auch einmal auf rasche Ortswechsel verzichten können.

 

 

Für alle Fans des Meisters der Spannung: die "Hitchcock Collection"!
Wo ist Hank? © Universal Pictures

The man who knew too much (deutscher Titel: Der Mann, der zu viel wusste)

Der Farbfilm entstand 1956 und gehört zu den vier Filmen, die Jahrzehnte lang nicht verfügbar waren, da Hitchcock die Rechte daran zurückgekauft und sie als Erbe für seine Tochter vorgesehen hatte. Erst 1984 wurde der Film wieder gezeigt.

Die Geschichte: Der amerikanische Arzt Dr. Benjamin „Ben“ McKenna reist mit seiner Frau Josephine, einer ehemaligen Sängerin, und ihrem gemeinsamen Sohn Hank nach Marokko. Gleich zu Beginn lernen sie in einem Bus nach Marrakesch den Franzosen Louis Bernard kennen, der ihnen aus einer unangenehmen Situation hilft. Obwohl sich ein freundliches Gespräch entwickelt, bleibt Josephine dem Fremden gegenüber skeptisch. In einem Restaurant machen die McKennas dann ebenfalls Bekanntschaft mit dem englischen Ehepaar Drayton, mit dem sie sich verabreden. Auf einem Markt kommt es zum schrecklichen Zwischenfall: Bernard, der sich als Marokkaner verkleidet hatte, wird von einem Unbekannten erstochen und stürzt McKenna sterbend in die Arme. Es gelingt ihm gerade noch dem Arzt eine letzte Botschaft ins Ohr zu flüstern: den Hinweis auf ein bevorstehendes Attentat.

Während die McKennas der örtlichen Polizei zur Vernehmung folgen sollen, vertrauen sie ihren Sohn in der Zwischenzeit dem Ehepaar Drayton an. Doch dann bekommt McKenna einen Anruf. Wenn er aussagt, was ihm Bernard erzählt hat, wird sein Sohn sterben. Nun muss der Arzt nicht nur ein Attentat verhindern, sondern gleichzeitig auch seinen Sohn retten. Die Jagd beginnt.

„The man who knew too much“ ist ein Agentenfilm, der viele spannende Momente zu bieten hat. Hitchcock gelingt es wie immer meisterhaft, mit dem Argwohn des Zuschauers zu spielen. So scheint Josephine dem seltsamen Franzosen zunächst zu Recht zu misstrauen, doch schließlich stellt sich heraus, dass er zu den Guten gehört. Auch wenn die Story an manchen Stellen etwas konstruiert wirkt, gehört der Film nicht umsonst zu den Hitchcock-Klassikern.

Übrigens: Der Song „Que sera, sera“, den Josephine alias Doris Day im Film singt, gewann einen Oscar und verschaffte der Sängerin ihren größten Plattenerfolg.

 

 

Für alle Fans des Meisters der Spannung: die "Hitchcock Collection"!
Wie soll man sich bei der Beifahrerin bloß auf die Straße konzentrieren? © Universal Pictures

Family Plot (deutscher Titel: Familiengrab)

Blanche Tyler scheint einen Draht zum Jenseits zu haben. Zumindest lässt sie das ihre Kunden glauben, die sie aufsuchen, um mit Verstorbenen in Kontakt zu treten. So auch die reiche Witwe Julia Rainbird. Sie ist auf der Suche nach ihrem Neffen, der als Baby zur Adoption frei gegeben wurde. Sie beauftragt das vermeintliche Medium, den Verschwundenen zu finden. Blanche begibt sich daraufhin gemeinsam mit ihrem Liebhaber, dem arbeitslosen Schauspieler George Lumley, auf die Suche.

Gleichzeitig lernt der Zuschauer den skrupellosen Juwelier Arthur Adamson kennen, der mit seiner Komplizin Fran regelmäßig Entführungen durchführt, um Geld zu erpressen.

Die Wege der beiden Paare kreuzen sich schon bald, als Lumley herausfindet, dass die Vergangenheit des Juweliers eng mit der Geschichte der Rainbirds verknüpft ist.

Diese Krimipersiflage entstand 1976 und war Hitchcocks letzter Film. Die raffinierte Handlung ist zum Teil sehr ironisch und beinhaltet viele Szenen, die den Zuschauer zum Lachen bringen. Höhepunkt ist die Szene, in der Blanche und Lumley in ihrem von einem Killer manipulierten Auto eine Serpentinenstraße hinunter rasen. In dieser lebensgefährlichen Situation wechselt die Kameraeinstellung immer wieder zwischen der Sicht auf die Straße und auf das Paar im Wagen, das ineinander verkeilt alle möglichen unnatürlichen Verrenkungen macht. Witzig wirken auch die zum Teil sehr anzüglichen Dialoge. Da wird Blanche beispielsweise als sexhungrige junge Frau dargestellt, die keine Rücksicht auf ihren müden Liebhaber nehmen will.
Ironisch ist auf jeden Fall auch die Story an sich. Die Wege zweier Paare, die ihr Geld nicht mit legalen Mitteln verdienen, kreuzen sich, was zu allerlei Missverständnissen führt. Und dabei hätten am Ende alle ganz leicht viel Geld gewinnen können …

Auf jeden Fall handelt es sich hierbei um einen kurzweiligen Film, der die Zuschauer zum Lachen bringt.

 

 

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